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  • Schusters Masterplan: Bis 2014 die Nummer 1

    Oberstdorf (dpa). Aus dem Tal der Tränen hat Werner Schuster die deutschen Skispringer bereits herausgeholt, nun will er sie zurück an die Weltspitze führen.

    «Im deutschen System steckt viel Potenzial. Wenn alle wirklich am gleichen Strang ziehen und mit der Qualität weitermachen wie bisher, dann kann man 2014 um die Nummer eins kämpfen, davon bin ich überzeugt», sagte der Bundestrainer vor dem Auftaktspringen der Vierschanzentournee.

    Bei der Umsetzung des ehrgeizigen Masterplans schielt der Österreicher auch in seine Heimat: Vor zehn Jahren war die Situation genau umgekehrt. «Ich weiß noch, wie schwer es war, in der Zeit als Sven Hannawald und Martin Schmitt dominierten, als man neidvoll nach Deutschland blickte und fragte, wie kriegen wir das nur hin. Da musste nicht nur der Bundestrainer, da mussten auch die Nachwuchstrainer die Ärmel hochkrempeln und an diese Vision glauben», erinnerte Schuster an längst vergangene Tage.

    Er selbst wirkte als Nachwuchscoach intensiv am Aufstieg der Austria-Adler mit und sieht die Erfolge von Schlierenzauer & Co. deshalb in einem anderen Licht. «Mein Neid hält sich in Grenzen, weil ich mir einbilde, meinen Teil beigetragen zu haben, dass die Österreicher über zehn Jahre so ein System aufbauen konnten. Ich war mit drin und kenne es», meinte Schuster.

    Ähnliches soll nun in Deutschland gelingen. Und die Vorzeichen stehen nicht schlecht. Nach Jahren der Stagnation klopft mit dem 18-jährigen Pascal Bodmer endlich wieder ein Talent ganz oben an. Junioren-Weltmeister Andreas Wank (20) und Tournee-Neuling Richard Freitag (18) stehen ebenfalls auf dem Sprung. «Es tut sich was. Bodmer ist der erste Zündfunke. Es kann natürlich auch mal wieder Wellen geben. Das ist die Drecksarbeit, die man machen muss. Aber wenn wir ein paar Jahre so arbeiten können, bin ich sehr zuversichtlich, dass mit den deutschen Ressourcen einiges erreicht werden kann», sagte der Bundestrainer.

    Anders als seine Vorgänger muss er den eingeschlagenen Weg nicht alleine gehen, sondern kann auf die tatkräftige Unterstützung eines großen Trainerteams bauen. «Ein ganz wichtiger Ansprechpartner für mich ist Stefan Horngacher, der im Continental Cup fantastische Arbeit leistet. Mit Richard Schallert haben wir uns zudem einen Super-Nachwuchstrainer dazugeholt. Auch Peter Rohwein klinkt sich ein, er kümmert sich um die FIS-Gruppe. So sind wir sehr breit aufgestellt. Es ist ein großer Schwung», erklärte Schuster.

    Fast im gleichen Atemzug warnte er jedoch vor übertriebenen Erwartungen. «Das ist ein Prozess, der dauert. In Österreich hat man 2000 angefangen, und der richtige Kick kam 2006 mit dem Olympiasieg von Morgenstern. Deshalb ist es wichtig, dass wir in der momentanen Konstellation zusammenbleiben», sagte Schuster. Aus der DSV-Zentrale in Planegg hat er bereits positive Signale erhalten. Sportdirektor Thomas Pfüller möchte den Vertrag mit dem Coach möglichst bald bis zum Ende der Olympia-Saison 2014 verlängern.

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