40.000
  • Startseite
  • » Schnelles Aus für Phoenix Hagen - „Ehrlicher Neuanfang“
  • BBL-Club insolvent

    Schnelles Aus für Phoenix Hagen - „Ehrlicher Neuanfang“

    Phoenix Hagen plant einen Neuaufbau in der Zweitklassigkeit - doch selbst der ist nicht gewiss. Der Donnerstag wird zum Stichtag und wegweisend für die Zukunft an dem traditionellen Basketball-Standort.

    Enttäuschung
    Hagen-Trainer Ingo Freyer wird mit Phoenix den Spielbetrieb einstellen.
    Foto: Sebastian Kahnert - dpa

    Hagen (dpa). Der Traditionsstandort Hagen wird wieder von der  Basketball-Landkarte verschwinden. 13 Jahre nach dem finanziellen Kollaps von Brandt Hagen ist auch das Aus von Nachfolgeverein Phoenix in der Bundesliga besiegelt.

    Der Club hat den Wettlauf mit der Zeit verloren und kann die benötigte Summe von 800 000 Euro nicht aufbringen, um den Spielbetrieb bis zum Ende der Saison aufrechtzuerhalten. Das Heimspiel gegen Braunschweig am 10. Dezember soll die vorerst letzte Partie Hagens in der höchsten deutschen Spielklasse sein, bevor der „geordnete Rückzug“ beginne. Geschäftsführer Patrick Seidel bestätigte entsprechende Medienberichte von einem Sponsorenabend, bei dem die Hagener weitere Geldgeber gewinnen wollten.

    Das Chaos rund um den Bundesligisten reißt damit nicht ab. Völlig ungewiss ist die Zukunft des Vereins, der im Oktober einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt hatte. Die Entscheidung des Amtsgerichts Hagen am Donnerstag entscheidet nun maßgeblich darüber, ob der Club einen Neustart in der ProA, der zweithöchsten deutschen Spielklasse, wagen darf oder einen Zwangsabstieg in die Regionalliga befürchten muss.

    Seidel und sein Stab stehen vor kniffligen Fragen und bewegten Tagen: Kann die für den Spielbetrieb zuständige Basketball Hagen GmbH&Co. KGaA die zum Wochenstart benötigten 250 000 Euro bis Donnerstag auftreiben, um die Insolvenz in Eigenverwaltung durchführen zu können und die KGaA am Leben zu halten? Und: Werden die Spieler die letzten beiden Partien überhaupt noch absolvieren, obwohl sie danach vor der Beschäftigungslosigkeit stehen? Die derzeitige Planung sieht vor, die Spieler zum 12. Dezember freizustellen, erklärte der Geschäftsführer.

    „Nach dem Sponsorenabend haben wir etwa 100 000 Euro zusammen“, sagte Seidel der Deutschen Presse-Agentur - das ist noch nicht einmal die Hälfte der benötigten Summe. Man brauche noch „größere Kräfteanstrengungen“ bis Mittwochabend. Phoenix plant nach der Einstellung des Spielbetriebs einen Neuaufbau ab Sommer 2017 in der zweiten Liga mit eigenen Talenten und einem gekürzten Etat. Als erster sportlicher Absteiger könnte Hagen dafür im März des kommenden Jahres die Lizenz beantragen.

    Die Basketball-Bundesliga beriet bereits über Konsequenzen und das weitere Vorgehen. Zunächst setzte die Liga dem Verein eine Frist bis zum 30. November um 14.00 Uhr. Bis dahin sollen die Verantwortlichen des Clubs die BBL über Details zur Einstellung des Spielbetriebs informieren. Erst dann werde entschieden, wie es weitergehe, teilte ein Liga-Sprecher mit.

    Nach dem Insolvenzantrag hatte der abgeschlagene Tabellenletzte bis zuletzt gehofft, mit Sponsorengeldern zumindest diese Spielzeit noch beenden zu können. Doch daraus wurde nichts. „Die Erfahrung der letzten Wochen zeigt, dass wir das nicht schaffen. Die Situation hat sich von den Zahlen her nicht massiv verbessert“, sagte Seidel. Er muss nun einen Zwangsabstieg in die Regionalliga abwenden - und zwar bis Donnerstag. Stattdessen fordert er einen „ehrlichen Neuaufbau, der weh tut“.

    Auch innerhalb der BBL hat das schnelle Aus von Phoenix Hagen für Aufruhr gesorgt. Nationalspieler Per Günther machte dem Traditionsstandort via Facebook Mut: „In Hagen steckt Basketball nicht im Bundesligaverein. Nicht in Brandt oder Phoenix. In keinem neuen Präsidenten und keinem 50 000€ Gesellschafter. Er kann nicht gefährdet sein, oder insolvent, oder tot.“

    Phoenix Hagen

    BBL-Mitteilung zum Insolvenzantrag

    Bericht auf derwesten.de

    Mitteilung von 107.7 Radio Hagen

    Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

    Onliner vom Dienst

    Maximilian Eckhardt

    0261/892743

    Kontakt per Mail

    Fragen zum Abo: 0261/98362000

    epaper-startseite
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige
    Das Wetter in der Region
    Dienstag

    8°C - 22°C
    Mittwoch

    9°C - 18°C
    Donnerstag

    9°C - 22°C
    Freitag

    10°C - 23°C
    UMFRAGE
    Thema
    Sammeln Sie Frühlingskräuter?

    Der Frühling zeigt sich in seiner ganzen Pracht, Bärlauch, Gundermann und Co. wachsen in Hülle und Fülle. Sammeln Sie die Frühlingskräuter für Salate, Suppen und Tee?

    Rhein-Zeitung bei Facebook
    Rhein-Zeitung bei Twitter
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!