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  • Saubere Lkw-Motoren - Neues Einspritzsystem von Delphi

    Unermüdlich sind die Automobil-Ingenieure auf der Suche nach Stellschrauben, um den Verbrauch und damit die Abgasemissionen noch weiter zu senken. Der Zulieferer Delphi hat jetzt wieder eine Idee, wie er seine Diesel-Injektoren noch weiter verbessern kann.

    Größenvergleich: Die Ventile werden immer kleiner
    Größenvergleich: Die Ventile werden immer kleiner

    Autonomes Fahren, Car-to-Car-Kommunikation oder Augmented Reality – die Autoindustrie arbeitet mit Hochdruck an immer neuen Baustellen. Ein Thema aber beschäftigt die Ingenieure schon seit Jahren und wird ihnen auch in Zukunft noch viel Kopfzerbrechen bereiten: die Abgase. Immer schärfer werdenden Umweltschutz-Vorschriften zwingen die Hersteller, ständig neue Ideen zu entwickeln, um den Ausstoß von CO2 und Co. weiter zu reduzieren. Auf die Suche nach der besten Technik machen sich die Autobauer aber nicht allein: Einen Großteil der Forschung und Entwicklung übernehmen Zulieferer. Einer von ihnen hat nun wieder ein neues Etappenziel erreicht.

    Delphi, führend in der Herstellung von Einspritzsystemen, hat einen Injektor entwickelt, der im Zusammenspiel mit anderen neuen Bauteilen, eine Verbrauchsreduzierung von bis zu 1,5 Prozent erwirken soll. Allerdings nicht im Pkw: Die neue Einspritzanlage ist für mittlere und große Lkw-Motoren vorgesehen, sprich Triebwerke mit 0,7 bis drei Liter Hubraum – pro Zylinder! Gegenüber dem Vorgänger nutzt der voraussichtlich ab 2021 einsatzbereite, neue DFI-21-Injektor Leichtbau-Ventile mit nur noch einem Millimeter Durchmesser; aktuell sind sie noch doppelt so groß. Diese neuen Ventile, die bis zu 3000 bar Druck vertragen, sind mitverantwortlich für die nun bis zu neun möglichen Einspritzvorgänge pro Verbrennungszyklus. Und die wiederum sorgen für die Effizienzsteigerung und Abgasreduzierung. Außerdem müssen die Entwickler zukünftig keine so großen Kompromisse mehr zwischen CO2-, NOx- und Partikelentstehung eingehen. Und es gibt noch weitere Vorteile: Die mehrfache Voreinspritzung sorgt für einen weicheren Motorlauf und die neue Einspritzanlage soll noch leiser arbeiten.

    Natürlich gehen die Verbesserungen nicht allein auf das Konto des neuen Injektors. Delphi hat für die nächste Generation des Einspritzsystems unter anderem auch die Motor- und Antriebssteuergeräte überarbeitet. Und sie haben einen geschlossenen Regelkreis entwickelt. Der trägt zwar nicht direkt zur Effizienzsteigerung bei, vermeidet aber Fehler im Betrieb. Wird heute ein Injektor in der Werkstatt getauscht, muss dies dem Steuergerät quasi händisch mitgeteilt werden, damit es sich auf die neue Einspritzdüse einstellen und diese optimal arbeiten kann. Dieser Schritt entfällt zukünftig, da sich der Injektor mehr oder weniger selbst anmeldet. Mehr noch: Auch während des laufenden Betriebs informiert er das Kontrollzentrum stets über seinen aktuellen Zustand, so dass die Kraftstoffzuweisung fortlaufend angepasst werden kann und Verschleißerscheinungen kompensiert werden. Entsprechend lässt sich über die gesamte Fahrzeug-Lebensdauer eine optimale Verbrennung und damit höhere Kraftstoffeffizienz sicherstellen.

    Und das, darauf ist Delphi besonders stolz, ohne zusätzliches Kabel: Die Kommunikation mit dem Motorsteuergerät erfolgt über die schon bisher eingesetzte Stromleitung. Das unveränderte Package ermöglicht es, dass neue Einspritzsystem auch in bestehende Motorenkonstruktionen einzusetzen. So kann es relativ schnell Verbreitung finden und den steigenden Abgasemissionen des stetig wachsenden Nutzfahrzeugmarkts entgegenwirken.

    Michael Gebhardt/SP-X

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