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  • Rodler wollen vor Olympia perfekten Abschied

    Oberhof (dpa). Ihre Olympia-Kleidung haben die deutschen Rodler schon in der Tasche, nun soll vier Wochen vor den Winterspielen beim letzten Heimspiel des Winters noch einmal kräftig Selbstvertrauen für das Großereignis getankt werden.

    «Vor Olympia zählt jeder Wettkampf, um mir eine Top-Form zu erarbeiten», sagt Seriensiegerin Tatjana Hüfner vor dem Heim-Weltcup am Wochenende in Oberhof. Mit einem Erfolg im vorletzten Weltcup-Rennen könnte die 26- Jährige ihrem dritten Gesamtsieg in Serie einen großen Schritt näher kommen, doch für die ehrgeizige Oberwiesenthalerin zählt nach guten Trainingsfahrten nur das Rennen: «Im Moment konzentriere ich mich zu 100 Prozent auf jedes einzelne Weltcup-Rennen.»

    Konkurrenz? Nein danke! In allen bisherigen sechs Weltcup-Rennen machten Hüfner und Europameisterin Natalie Geisenberger die ersten beiden Plätze unter sich aus - zuletzt in Winterberg mit einem Sieg für die junge Miesbacherin. «Ich weiß, dass ich fit bin und versuche mich bis Vancouver noch zu steigern», sagt die 21-Jährige. «Und ein Sieg dort wäre noch schöner.» 30 Punkte Vorsprung hat Hüfner nach ihren bislang vier Saisonsiegen vor den letzten beiden Weltcup-Rennen in der Gesamtwertung - und ist damit ihrem ersten Saisonziel ganz nah. «Der Gesamt-Weltcup ist mein Ziel», hatte Hüfner vor dem Saisonstart erklärt.

    Mit einem deftigen Steak feierte David Möller seinen 28. Geburtstag. «Gewicht bringt Geschwindigkeit», erklärt der Thüringer vor seinem Heimspiel auf der WM-Bahn von 2008. Nach zuletzt zwei dritten Rängen ist Möller rechtzeitig vor Olympia wieder in Fahrt gekommen, doch auch der zweimalige Weltmeister kann den neunten Gesamtsieg des italienischen Ausnahmefahrers Armin Zöggeler wohl nicht mehr verhindern. Schon in Oberhof kann der 36 Jahre alte Südtiroler seinen fünften Gesamtsieg in Serie vorzeitig perfekt machen. Jubeln möchte in Oberhof auch dessen Landsmann Wilfried Huber, der als erster Wintersportler überhaupt seine siebte Olympia- Teilnahme unter Dach und Fach bringen möchte.

    Vor dem drittletzten Rennen ihrer erfolgreichen Karriere geben sich die Doppelsitzer Patric Leitner und Alexander Resch im Kampf um den Gesamt-Weltcup kämpferisch. «Selbstverständlich sind die Winterspiele das Highlight der Saison, aber wir wollen uns auch in den beiden letzten Weltcups keine Blöße geben», erklärt der «Bayern- Express» auf seiner Homepage. Abschied nehmen heißt es auch für die Gesamtführenden André Florschütz/Torsten Wustlich, die in Oberhof vor zwei Jahren ihren dritten WM-Titel bejubeln konnten.

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