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    SchladmingRebensburg feiert Kugel - Neureuthers Lächeln

    Stolz küsste Viktoria Rebensburg die einzige deutsche Kristallkugel des Winters, Felix Neureuther arrangierte sich zum Saison-Abschluss mit Platz zwei. Elf Monate vor der WM in Schladming durften die deutschen Alpinen schon einmal ein bisschen Siegerehrungs-Luft schnuppern.

    Küsschen
    Risenslalom-Ass Viktoria Rebensburg küsst die Kleine Kristallkugel.
    Foto: Georg Hochmut - DPA

    Für Maria Höfl-Riesch war der letzte Weltcup-Tag in Schladming einer sehr wechselhaften Saison ohne Großereignis dagegen vorzeitig beendet. Die entthronte Gesamtweltcupsiegerin durfte den Riesenslalom-Tageserfolg von Rebensburg nach ihrem Aus in Durchgang eins nur noch in ungeliebter Rolle abseits der Piste verfolgen.

    «Es war eine unglaubliche Saison im Riesenslalom. Zweimal in Schladming zu gewinnen, wo nächstes Jahr die WM ist, ist echt ein Super-Wahnsinnsgefühl», schwärmte die nunmehr achtmalige Weltcupsiegerin Rebensburg. Irgendwann will die Olympiasiegerin einmal um die Große Kristallkugel für die Weltcup-Beste mitfahren. In Schladming war sie bei der Auszeichnung von Marcel Hirscher (Österreich) und Lindsey Vonn (USA) als Saison-Beste Zuschauerin. Kleine Kugeln sicherten sich am Wochenende noch die Tagessieger Andre Myhrer (Schweden/Slalom) und Hirscher (Riesenslalom).

    Acht Saisonsiege, 23 Podesplätze und Rebensburgs Riesenslalom-Kugel lautet die Bilanz des Deutschen Skiverbandes (DSV) in der zuletzt so erfolgsverwöhnten Sparte. Die brillante Vorjahreszahl von 27 Stockerlrängen und neun Erfolgen wurde zwar verfehlt, aber gemessen an Weltcup-Siegen war es das zweitbeste Resultat seit den goldenen 90ern. «Im gesamten sehe ich es schon positiv», betonte Alpin-Direktor Wolfgang Maier.

    In den kommenden Wochen wird analysiert, bewertet und angepasst, damit es in den kommenden Jahren mit den Weltmeisterschaften in Schladming (2013) und Vail (2015) sowie Olympia in Sotschi (2014) Medaillen für den DSV gibt. Denn auf dem Niveau des Zwischenjahres «möchte ich nicht bleiben, das ist mir persönlich als Sportdirektor zu wenig». Klar ist: Es wird mehr erwartet von den Sportlern hinter Höfl-Riesch, Rebensburg, Neureuther und Fritz Dopfer, der am Sonntag als Slalom-Vierter eine für ihn glänzende Saison beschloss.

    Mit «gemischten Gefühlen» reiste Maier vom künftigen WM-Ort ab, Maria Höfl-Riesch konnte mit dem Pistencheck für die Weltmeisterschaften gar nicht zufrieden sein. Die Plätze 13, 17, 8 und ein Ausfall waren zu wenig für die Ansprüche der Doppel- Olympiasiegerin, der nach einem Winter mit Auf und Ab am Ende etwas die Kraft ausging. «Langsam sind die Akkus leer», gestand Höfl- Riesch, «wir sind viele Rennen gefahren, da ist es schwer, noch mal alles zu mobilisieren.» Zudem gab es gesundheitliche Probleme. Ihre beeindruckende Bilanz von neun Siegen und 16 Podestplätzen von 2011 wurde mit nun drei Erfolgen und neun Podiums nicht erreicht. Dagegen schnellte die Ausfallquote von drei Nullnummern auf neun hoch.

    Höfl-Riesch sei als Dritte der Gesamtwertung «absolute Weltspitze», betonte Maier. «Jetzt muss man aus dem lernen, was nicht funktioniert hat, und die Schlüsse für die Zukunft ziehen.» Auch die Rückkehr der in diesem Winter verletzt fehlenden Kathrin Hölzl, Susanne Riesch und Gina Stechert in Topform täte dem Verband gut.

    Bei den künftigen Medaillenvergaben will auch Neureuther endlich einmal dabei sein. «Ich hab mir für die WM noch Luft nach oben gelassen, der Plan ist absolut der richtige», sagte der WM-Vierte von 2009 mit einem Augenzwinkern. Er muss sich wie Teamkollege Dopfer auf einen neuen Cheftrainer einstellen, denn Karlheinz Waibel beendet seine glänzende Arbeit. Insgesamt holten Dopfer, Neureuther & Co. 1267 Punkte - genau so viele waren es zuletzt vor 18 Jahren. Aber ein Sieg fehlt seit zwei Jahren.

    Alleine neun Erfolge durfte hingegen Hirscher als Shootingstar dieser Saison feiern und ärgerte sich nach seinem Slalomaus nicht über die verpasste Disziplinkugel. «Ich wäre ein Trottel, würde ich es nicht genießen», sagte Hirscher am Sonntag und fühlte sich um «fünfzig bis hundert Kilo» leichter. «Nun habe ich für den Sommer eine Aufgabe: Nichteinfädeln üben!», scherzte der 23-Jährige. Für die freie Zeit hat er aber eigentlich anderes im Sinn: «Bisserl Campen, Kajak fahren, Motocross fahren. Cool!»

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