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    HamburgOlympioniken von 20 000 Sportfans in Hamburg empfangen

    20 000 Sportfans haben den deutschen Olympioniken bei der Ankunft mit der «MS Deutschland» in Hamburg einen rauschenden Empfang bereitet. Mehr als 200 der 391 in London vertretenen Athleten legten mit dem «Traumschiff» in der Hafencity an.

    Ankunft
    Das Kreuzfahrtschiff Deutschland mit den deutschen Sportlern an Bord fährt in den Hafen Hamburgs.
    Foto: Daniel Reinhardt - DPA

    Auf dem letzten Stück der Reise wurde der Olympia-Dampfer von etwa 100 kleineren Booten die Elbe hinab begleitet. Rund 10 000 Besucher säumten bei strahlendem Sonnenschein schon von Wedel und Blankenese an das Ufer, noch einmal 10 000 warteten seit dem Morgengrauen im Hafen. Ein Shanty-Chor aus der Hansestadt in traditionellen Fischerhemden empfing die Sportler mit der deutschen Nationalhymne und norddeutschen Liedern. Neun der elf deutschen Olympiasieger waren an Bord.

    Einlauf
    Hockeyspielerin Natascha Keller und Ruderer Kristof Wilke (v.l.) führten das deutsche Team mit den Fahnen von Bord.
    Foto: Angelika Warmuth - DPA

    «Es war eine unglaublich tolle Zeit, unvergessliche Tage auf dem Schiff», sagte Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste an Land, «ich bin super dankbar, dass ich das miterleben durfte». Turner Fabian Hambüchen ergänzte: «Es waren zwei tolle Tage, am besten war die Pool-Party gestern Abend.»

    Empfang
    Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste (l) wird von Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz begrüßt.
    Foto: Marcus Brandt - DPA

    Fechterin Britta Heidemann strahlte und sagte: «Das ist echt überwältigend, das kann man nur richtig genießen.» Und für Ruder-Olympiasieger Eric Johannesen war die Ankunft in seiner Heimatstadt schlicht der «Wahnsinn»: «Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, zu sehen, wie die Stadt hinter allen Olympia-Teilnehmern steht.»

    Begeisterung
    20 000 Fans bejubelten die deutschen Olympiateilnehmer, die auf eine Bühne kamen.
    Foto: Daniel Reinhardt - DPA

    Auch DOSB-Generaldirektor Michael Vesper zeigte sich beeindruckt: «Das, was Hamburg heute zeigt, ist eindeutig olympia-reif». Die Hansestadt hatte sich für die Austragung dieser Spiele beworben, war aber schon in der deutschen Vorausscheidung ausgeschieden. Für die Athleten sei die Reise der Lohn der harten Arbeit, sagte Vesper.

    Public Viewing
    Mitglieder der deutschen Rudermannschaft schauten sich auf einer Leinwand noch einmal ihren Sieg im Achter an.
    Foto: Daniel Reinhardt - DPA

    Wer am besten feiern kann, verkündete Vielseitigkeitsreiter Peter Thomsen: «Auf dem Schiff haben die Hockey-Spieler gewonnen, im Deutschen Haus waren wir aber unschlagbar». Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte traute ihren Augen kaum und meinte: «Normalerweise werden nur Fußballspieler so toll empfangen». Und Helena Fromm, Bronzegewinnerin im Taekwondo betonte: «Olympia war grandios, die Stimmung in der Stadt, in der Halle und das hier in Hamburg kommt da nah dran.»

    Stolz
    Auch Mitglieder der Hockey-Nationalmannschaft präsentierten zufrieden ihre Goldmedaillen.
    Foto: Marcus Brandt - DPA

    Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) empfingen die Sportler und den DOSB-Präsidenten Thomas Bach in der Hansestadt. «Wir sehen hier eine tolle erfolgreiche Olympia-Mannschaft, die wir feiern», sagte Bach, «ich habe viele Highlights bei diesen Spielen gesehen, und dieses Team auf dieser Reise war eines davon».

    «Es gab viele Höhepunkte bei den Spielen, London hat das toll gemacht», sagte Scholz im NDR-Fernsehen. «Ich bin stolz, dass die Fahrt mit der 'MS Deutschland' möglich war und dann unter der richtigen Flagge». Die Reederei wollte das Schiff vor kurzem noch aus Kostengründen nicht mehr unter deutscher, sondern unter maltesischer Flagge fahren lassen. Auf erheblichen öffentlichen Druck zog die Reederei die Entscheidung jedoch zurück. Albig fand den Empfang «einfach geil. Respekt für die tolle Begrüßung, für diese Stadt und für die Sportler».

    Die nach zwei Partynächten auf dem Schiff müden Athleten präsentierten ihre Medaillen und schrieben Autogramme. «Ich freue mich jetzt vor allem darauf, Zeit mit meiner Familie und meinem Verein zu verbringen», sagte Johannesen.

    Zuerst ging es aber noch unter dem Beifall der Zuschauer an Bord von fünf Barkassen zu einem offiziellen Senatsempfang im Hamburger Rathaus. «Sie sind unsere Helden», sagte Scholz dort. Die deutsche Olympia-Mannschaft habe Deutschland in London so vertreten, «wie es sich unser Land nur wünschen kann». Für den Empfang verschob die Hamburger Bürgerschaft eigens ihre Plenarsitzung um anderthalb Stunden.

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