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    Frankfurt/MainOFC will «nach oben» - Wehen: Halt im Abstiegssog

    Die Aufstiegsformel von Kickers Offenbachs Erfolgscoach Wolfgang Wolf in der 3. Liga klingt einfach: «Wenn wir in jedem Spiel das abrufen, was wir können, dann kommen wir dahin, wo wir hinwollen.»

    «Die Gegner müssen wissen, dass es hier bis zum Saisonende nichts mehr zu holen gibt. Da sind wir momentan auf einem guten Weg», sagte der 52 Jahre alte Coach vor dem Heimspiel seiner Fußballprofis gegen Jahn Regensburg.

    Seit dem Wolf das Zepter als Nachfolger des geschassten Steffen Menze beim Drittligisten schwingt, ist der Erfolg im Offenbacher Stadion zurückgekehrt. Die deutlichen Heimsiege gegen Burghausen und Bremen II bei einem Torverhältnis von 7:0 sind der zählbare Beweis. «Der Bieberer Berg soll wieder eine Festung werden», hatte Wolf zum Amtsantritt als Losung ausgegeben und fordert das auch gegen den SSV Jahn. Die Bayern (34 Punkte) haben mit bisher zwei Spielen weniger als Offenbach (41) nur sieben Punkte Rückstand auf den OFC und auch noch Aufstiegsambitionen.

    Abgesehen von den Langzeitverletzten hat der Pfälzer Wolf einen gesunden Kader zur Verfügung. «Wir dürfen nur auf uns schauen, und nicht auf die anderen. Alle Rechnerei bringt doch nichts. Es passiert soviel in der Tabelle», sagte der Trainer, der mit einem Auge «nach oben» schielt. Der Abstand zu Spitzenreiter VfL Osnabrück (46) und dessen Verfolger 1. FC Heidenheim (44) ist noch überschaubar.

    Dagegen hat Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden vor dem Trip zu Erzgebirge Aue ganz andere Sorgen. Der Club ist selbst nach dem Trainerwechsel zu Gino Lettieri weiter auf dem absteigenden Ast und droht in die Regionalliga durchgereicht zu werden. Noch ist dem ambitionierten Coach kein einziger Punkt mit dem Tabellen-18. gelungen, seitdem der 43-Jährige am 5. Februar den «Schleudersitz» von Hans-Werner Moser übernommen hat. Die kurzfristige Entlassung von Co-Trainer Sandro Schwarz tat ein Übriges zur polarisierten Stimmung.

    «Die Situation ist aktuell sehr, sehr kritisch», sagte Geschäftsführer Wolfgang Gräf am Donnerstag. «Aber die Vorgehensweise von Trainer Lettieri in seinen ersten Amtstagen war abgesprochen, er sollte zunächst 'draufhauen'. Es gab dann interne Irritationen und Schwierigkeiten innerhalb des Trainerteams, die wir in einer dreieinhalbstündigen Sitzung rausgekitzelt haben.»

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