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    St. LouisNowitzki und Ex-Präsident Bush im Baseball-Fieber

    Dirk Nowitzki und George W. Bush können es kaum erwarten. Die beiden Edelfans wollen ihre geliebten Texas Rangers siegen sehen, wenn der Kultclub aus Dallas von Mittwoch an in der World Series der Major League Baseball (MLB) gegen die St. Louis Cardinals nach den Sternen greift.

    Rangers-Fan
    Basketball-Star Dirk Nowitzki (l) klatscht Baseball-Ass Michael Young von den Texas Rangers ab.
    Foto: Larry W. Smith. - DPA

    «Es macht Riesenspaß, ihnen zuzusehen. Noch vier Siege», twitterte Deutschlands bester Basketballer nach dem grandiosen Halbfinalsieg gegen die Detroit Tigers, als er mit dem ehemaligen US-Präsidenten auf der Tribüne im ausverkauften Rangers Ballpark mitfeierte. Zu den Heimspielen der «Best-of-seven»-Endspielserie wollen die prominenten Glücksbringer wiederkommen - und nach der Finalpleite 2010 soll es diesmal mit dem ersten Titel klappen.

    Vor zwölf Monaten hatten die Texaner bei ihrer Endspiel-Premiere noch ihrer Unerfahrenheit Tribut zollen und sich den San Francisco Giants klar mit 1:4-Niederlagen geschlagen geben müssen. Im zweiten Anlauf fühlen sich die Rangers gerüstet: «Wir wissen, was auf uns zukommt und haben definitiv eine bessere Mannschaft als im Vorjahr», betonte Nelson Cruz. Der Outfielder aus der Dominikanischen Republik ist quasi der Nowitzki der Rangers. In den sechs Halbfinal-Partien gegen Detroit stellte Cruz mit sechs Homeruns einen Playoff-Rekord auf. Vor allem seinetwegen liegt Nowitzki seit Tagen im Baseball-Fieber. «Cruuuuuuuuuuz» twitterte er euphorisch.

    Knapp vier Monate nachdem der Würzburger mit den Dallas Mavericks in der nordamerikanischen Profiliga NBA erstmals Champion wurde, wollen es nun die Rangers nachmachen. Dallas ist derzeit eine von zwölf US-Städten, die Teams in den vier großen Profiligen NBA, MLB, National Football League (NFL und National Hockey League (NHL) haben. Die einstige Ölmetropole könnte bei einem Triumph der Rangers die siebte Stadt werden, deren Mannschaften alle vier Titel gewonnen haben.

    Der Vizemeister ist gegen die Cardinals leicht favorisiert, aber St. Louis hat derzeit einen Lauf. Am 25. August schien das mit zehn Titeln zweiterfolgreichste Team der Liga im Kampf um einen Playoff-Platz bereits abgeschlagen, hatte 10,5 Siege Rückstand auf die Atlanta Braves. Trotzdem fing die Mannschaft von Trainer-Guru Tony LaRussa die Braves am letzten Spieltag der Vorrunde noch ab, eliminierte anschließend die favorisierten Philadelphia Phillies und setzte sich im Halbfinale gegen die Milwaukee Brewers durch.

    Kein Wunder, dass die Stimmung in Amerikas Bier-Bastion derzeit überschäumend ist. «Wir haben nie aufgegeben, egal, was passiert ist. Die Jungs sind jedes Spiel angegangen, als wäre es das Letzte ihres Lebens», meinte LaRussa. Er steht zum sechsten Mal in den Endspielen, hatte St. Louis 2006 zum bislang letzten Titel geführt. «Wir wollen das Ding gewinnen. Niemand spricht über Zweitplatzierte», betonte Cardinals-Star Albert Pujols, der mit seinem Team in den ersten beiden Partien Heimrecht hat.

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