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    BerlinNicht nur auf den Motor setzen: So sparen Autofahrer Sprit

    VW, BMW und Daimler liegen einer Studie zufolge bei modernen Motoren vorn. Innovative Antriebstechnik senkt nicht zuletzt den Benzinverbrauch. Darauf allein sollten Autofahrer sich aber nicht verlassen. Sie selbst können viel tun, um Sprit zu sparen.

    Jeder Tropfen zählt
    Jeden Tropfen zählt: Autofahrer können viel dafür tun, dass ihr Wagen weniger Sprit verbraucht - zum Beispiel mit einer defensiven Fahrweise.
    Foto: Oliver Berg - DPA

    Im Rennen um die modernsten Motoren sind die deutschen Autobauer VW, BMW und Daimler einer Studie zufolge führend. Die drei Hersteller steigerten ihre Innovationen im Antriebsbereich im vergangenen Jahr deutlicher als die internationale Konkurrenz, wie eine Erhebung des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach ergab. Demnach ist der Volkswagen Konzern noch immer Spitzenreiter bei Faktoren wie Spritverbrauch und Umweltfreundlichkeit - gefolgt von BMW und Daimler. Das gute Ergebnis erkläre sich aber vor allem durch Neuerungen bei den konventionellen Motoren, sagte Studienleiter Prof. Stefan Bratzel am Mittwoch (17. Oktober). Bei Elektroantrieben seien andere Autobauer teilweise fortschrittlicher.

    Innovative Antriebstechnik senkt den Spritverbrauch. Doch nicht nur die Anstrengungen in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller tragen dazu bei, den Spritdurst der Motoren zu verringern. Auch jeder Fahrer kann in erheblichem Maße beeinflussen, dass sich der Tank langsamer leert. Das Deutsche Kfz-Gewerbe (ZDK), der Bundesverband Verbraucher Initiative, der ADAC und der Auto Club Europa (ACE) geben folgende Tipps zum Spritsparen am Steuer:

    Defensive Fahrweise: Vorausschauend fahren und eine niedrige Motordrehzahl unter 2000 Umdrehungen pro Minute bieten kombiniert miteinander das größte Spritsparpotenzial. Das heißt: Nach dem Anfahren zügig den zweiten Gang einlegen, bei rund Tempo 30 in den dritten Gang wechseln, bei 40 in den vierten und ab 50 in den höchsten Gang.

    Fahrtschwung nutzen: Wer oft bremst und wieder anfährt, verbrennt unnötig Sprit. Bei voraussichtlichen Standzeiten ab zehn Sekunden, zum Beispiel vor roten Ampeln, lohnt es sich zudem, den Motor abzuschalten. Beim Anlassen kein Gas geben.

    Tempo drosseln: Auf Autobahnen sollte die Geschwindigkeit unter Sparaspekten maximal 120 km/h betragen. Ab 100 km/h treibt der Luftwiderstand den Verbrauch überproportional in die Höhe. Wer schnell unterwegs ist, schließt am besten die Fenster. So bekommt der Wind keine zusätzliche Angriffsfläche.

    Reifendruck erhöhen: Ein Reifendruck von maximal 0,5 bar über den Herstellerempfehlungen bringt bei gemäßigter Fahrweise eine Spritersparnis von bis zu drei Prozent. Den Kraftstoffdurst senken auch rollwiderstandsoptimierte Reifen. Wer mit schlappen Pneus unterwegs ist, saugt eine Extraportion Sprit aus dem Tank. Um 0,5 Bar zu niedriger Druck bedeutet ein Verbrauchsplus von rund fünf Prozent, da sich der Abrollwiderstand erhöht. Außerdem gilt: Je breiter der Reifen, desto höher der Spritdurst.

    Öl wechseln: Zwei bis fünf Prozent Spritersparnis sind mit Leichtlaufmotoröl möglich, das bedenkenlos in Autos verwendet werden kann, die jünger als zehn Jahre sind.

    Ballast entfernen: Unnötige Gegenstände solltenaus dem Kofferraum verschwinden. Denn mit dem Gewicht steigt der Spritdurst ebenfalls. Eine Zuladung von 100 Kilogramm bei einem 1,5 Tonnen schweren Mittelklassewagen kann einen Mehrverbrauch von nahezu sieben Prozent bedeuten. Dachboxen verursachen bei Tempo 130 einen Mehrverbrauch von über zwei Litern auf 100 Kilometern.

    Komfort kostet: Das Benutzen von elektrischen Geräten wie Sitz- oder Lenkradheizung, Klimaanlage und beheizten Außenspiegeln sollten Autofahrer überdenken. Denn es kostet Kraftstoff. Ihren Strom beziehen die Geräte über die Lichtmaschine, und die wird vom Motor angetrieben.

    Verbrauch beobachten: Wer im Bordcomputer den Momentanverbrauch angezeigt bekommt, kann direkt beobachten, wie sich ein mehr oder minder schwerer Gasfuß auswirkt. Das erzeugt Ansporn für energiebewusste Fahrer.

    Kurzstrecken meiden: Kurze Wege sind der Feind des Motors. Bis er seine Betriebstemperatur erreicht hat, benötigt er besonders viel Kraftstoff, und es gelangen mehr Schadstoffe in die Umwelt. In dieser Phase ist auch der Verschleiß des Motors höher.

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