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    Dresden (dpa). Hoffnung für Herzpatienten mit Rhythmusstörungen: Eine neue Therapie kann die Lebensqualität von Betroffenen mit Vorhofflimmern gravierend verbessern.

    Das Medikament Dabigatran mache im Gegensatz zu bisherigen Präparaten gegen Blutgerinnung häufige Laborkontrollen überflüssig, erfordere keine abgestimmte Ernährung und verringere die Gefahr schwerer Blutungen, sagte die Ärztliche Direktorin des Herzzentrums Dresden, Prof. Ruth H. Strasser, vor den Herz-Kreislauf-Tagen (29. bis 31. Januar) in Dresden. Das Medikament sei in niedriger Dosierung bereits in der Orthopädie zur Thrombose-Prophylaxe eingesetzt worden.

    Derzeit sei es noch zu teuer für eine flächendeckende Anwendung, Krankenkassen zahlten es jedoch für Problempatienten. «Wenn es Konkurrenzpräparate gibt, wird es eine breitflächige Therapie zur Blutgerinnungshemmung sein», ist sich die Kardiologin sicher. Für Patienten mit künstlichen Herzklappen sei es nicht anwendbar. Mit Dronedaron gebe es zudem ein neues Rhythmusmedikament, mit dem der Herzrhythmus wiederhergestellt werden könne und das deutlich weniger Nebenwirkungen auf Schilddrüse und Haut habe. Die neuen Präparate seien in Langzeitstudien über fünf Jahre an mehr als 40 000 Patienten getestet worden und würden am 1. Februar in Deutschland eingeführt.

    Die Therapien bildeten einen Themenschwerpunkt im Programm der Herz-Kreislauf-Tage. Zum drittgrößten Kongress auf diesem Gebiet in Deutschland werden bis zum Sonntag rund 1000 Fachmediziner erwartet. Herzkreislauferkrankungen seien auf dem Vormarsch, da die Bevölkerung älter werde. Laut Strasser ist die Herzinfarkt-Sterblichkeit wegen der Abwanderung der Jugend in Ostdeutschland extrem hoch. Alter, Diabetes, Übergewicht und hoher Blutdruck spielten eine entscheidende Rolle für die «Volksseuche» Vorhofflimmern. Die Herzrhythmusstörungen seien wegen der Bildung von Blutgerinseln, die schlimmstenfalls einen Gehirninfarkt auslösen könnten, hochgefährlich. «Jeder hat eine zehnprozentige Chance, Vorhofflimmern zu erleiden, bei den über 80-Jährigen sind es 20 Prozent», sagte Strasser.

    Weitere Infos zum Kongress: www.dresdner-herz-kreislauf-tage.org

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