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    KölnNach Ära Trapattoni: Kann King Iren motivieren?

    In Spiel eins nach der fünfjährigen Ära von Giovanni Trapattoni ist Irlands Fußball-Lehrer Noel King wirklich nicht zu beneiden.

    Offen
    Giovanni Trapattoni hat seinem Nachfolger ein schweres Amt hinterlassen. Foto. Helmut Fohringer
    Foto: Helmut Fohringer - DPA

    Als Vierter der Europagruppe C hinter Deutschland (22 Punkte), Schweden (17) und Österreich (14) hat die irische Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation mit elf Zählern nur noch theoretische Chancen auf das Brasilien-Ticket. Woher soll da die Motivation kommen?

    «Wir haben eine Chance», sagte Interimscoach King und gab sich vor dem Duell mit der DFB-Auswahl am Freitag in Köln trotzig-optimistisch. Seine Aussage schien sich jedoch nicht auf die vage Möglichkeit zu beziehen, mit einem Fußball-Wunder doch noch die vierte irische WM-Endrundenteilnahme zu schaffen.

    In Köln bangt King um den Einsatz von Stürmer Robbie Keane. Der Angreifer von Los Angeles Galaxy konnte zuletzt wegen Knöchelproblemen nicht trainieren. Zur Mannschaftsaufstellung wollte der 57-jährige King keine Details nennen. «Wir müssen 93, 94 Minuten voll konzentriert sein», meinte er lediglich.

    Mit Trapattoni waren den «Boys in Green» auf dem Weg nach Brasilien zuvor lediglich drei Siege und zwei Unentschieden gelungen. Die Niederlagen im Hinspiel gegen Deutschland (1:6), gegen Schweden (1:2) und in Österreich beraubten den dreimaligen WM-Starter Irland (1990, 1994, 2002) nahezu aller Möglichkeiten.

    Vor dem 18. Aufeinandertreffen zwischen Deutschland und Irland sind die Rollen klar verteilt. Joachim Löws Elf wird im FIFA-Ranking an dritter Position geführt. Kings Iren sind als 59. tief wie nie zuvor eingestuft. Dennoch gehen die Deutschen das Duell respektvoll an. «Das wird nicht so einfach, Irland hat auch Qualitäten», meinte Bastian Schweinsteiger. Die Iren hätten «ihr Herz am rechten Fleck» und würden immer «alles geben».

    Löw schätzt die Eigenschaften des Konkurrenten gleichfalls hoch ein: «Sie fighten bis zum Umfallen, Aufgeben gibt es nicht.» Der letzte irische Sieg gegen eine deutsche Mannschaft liegt allerdings schon lange zurück: Am 29. Mai 1994 gewannen die Iren in Hannover 2:0.

    Keane ist aktuell Irlands einziger Fußballer von gewissem Weltruf. Der 33-Jährige wird in Köln als alleinige Sturmspitze erwartet. Im Gegensatz zu Trapattoni, der auf ein 4-3-3 setzte, wird King wohl mit einer 4-2-3-1-Formation starten. Auf die gesperrten Profis Richard Dunne (Queens Park Rangers) und John O'Shea (AFC Sunderland) muss er verzichten. Vier Tage später, bei der Begegnung mit Kasachstan in Dublin, ist das Duo wieder spielberechtigt.

    In Köln trafen Deutschland und Irland schon einmal aufeinander: Am 4. Mai 1952 gewann die DFB-Elf dort mit 3:0. Auf deutschem Boden gab es bei insgesamt acht Auftritten zwei irische Siege (1:0 am 11. Mai 1960 in Düsseldorf und 2:0 am 29. Mai 1994 in Hannover).

    Bemerkenswert war das 1:1 bei der WM 2002. Im damaligen ersten Pflichtspiel zwischen Deutschland und Irland brachte Keanes Last-Minute-Ausgleichstreffer zum 1:1 die Iren in das Achtelfinale. Dort verloren die Spieler von der Grünen Insel gegen Spanien erst im Elfmeterschießen.

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