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    Mönchengladbach in Glasgow vor schwerer Prüfung

    Gladbach freut sich auf den Celtic Park, steht aber unter Erfolgsdruck. Trainer Schubert plagen große Personalprobleme. Abwehrchef Christensen fällt aus, Raffael und Hazard sind nicht fit, Johnson ist erkrankt.

    Borussia-Coach
    Gladbach-Trainer André Schubert freut sich auf das Spiel in Glasgow.
    Foto: Robert Perry - dpa

    Glasgow (dpa). Mit großen Personalsorgen startet Borussia Mönchengladbach in die entscheidenden internationalen Prüfungen, doch Trainer André Schubert sieht sein Team deshalb nicht im Nachteil.

    «Wir haben schon einige Ausfälle, aber wir haben auch ein paar gute Jungs mitgebracht. Es wird ein Spiel zweier Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegnen», meinte der Coach. Trotz des Ausfalls von vier Leistungsträgern strebt der Bundesliganeunte im Champions-League-Duell beim schottischen Meister Celtic Glasgow am Mittwoch (20.45 Uhr) den ersten Schritt im Kampf um das Überwintern im internationalen Geschäft an.

    «Das wird ein großes Erlebnis im Celtic Park. Auch wenn wir nicht gewinnen und einen Punkt mitnehmen, ist das sehr gut», sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl.

    Unter den gegebenen Voraussetzungen wäre das sicherlich schon ein großer Erfolg. Denn in der ersten von zwei Partien gegen Celtic innerhalb von 14 Tagen hat Borussias Coach zwar Defensiv-Allrounder Tobias Strobl wieder dabei, dafür waren Andreas Christensen (Verletzung an der Gesäßmuskulatur), Raffael (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Thorgan Hazard (Knie) und der kurzfristig erkrankte Fabian Johnson nicht mit an Bord des Fluges AB 9820 am Dienstag nach Glasgow.

    Dazu erwartet die Gladbacher im 60 000 Zuschauer fassenden Celtic Park eine außergewöhnliche Atmosphäre. «Man kann so etwas auch für sich nutzen. Diese Stimmung kann einen auch beflügeln», befand Mittelfeldspieler Christoph Kramer. Sein Rezept: «Gegen schottische Mannschaften muss man über den Kampf kommen. Diese Grundtugenden müssen wir auf den Platz bringen», sagte Kramer.

    In der Tabelle rangieren die Schotten mit einem Punkt vor Borussia. Nach den Niederlagen in den ersten beiden Spielen der Gruppe C gegen Barcelona und Manchester sowie nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Spielen geht es für die Gladbacher im Hexenkessel von Glasgow nicht nur um die Trendwende.

    «Wir müssen in Glasgow punkten, wenn wir unser Ziel, in Europa zu überwintern, erreichen wollen», meinte Offensivspieler André Hahn. Dafür wird nach dem enttäuschenden 0:0 gegen den HSV eine Leistungssteigerung nötig sein. «Das ist eine große Aufgabe. Wir müssen unsere Balance finden und es besser machen», sagte Schubert.

    Zudem gilt der 47-malige schottische Meister als sehr heimstark. Die Mannschaft von Trainer Brendan Rodgers hat in diesem Jahr in 21 Heimspielen noch keine Niederlage hinnehmen müssen und auch gegen Manchester City am 2. Spieltag ein 3:3 erreicht. «Wir müssen versuchen, mit einer ähnlich guten Defensivleistung wie gegen den HSV zu Null zu spielen und vielleicht gelingt uns dann aus einer kleinen Chance ein Tor», meinte Eberl. Aufpassen müssen die Borussen auf Glasgows gefährlichen Stürmer Moussa Dembélé. Der 20-Jährige erzielte gegen Manchester zwei Treffer.

    Für die Gladbacher wird es in jedem Fall ein heißer Herbst mit neun Spielen bis Ende November. Nach der Partie in Glasgow tritt die Schubert-Elf am Samstag beim FC Bayern München an, bevor drei Heimspiele nacheinander im Kalender stehen: Nächsten Dienstag im Pokal gegen den VfB Stuttgart, drei Tage später in der Liga gegen Eintracht Frankfurt und danach wieder gegen Celtic Glasgow.

    Dann wird sich zeigen, wohin der Weg in dieser Saison führt. Die ersten Pfiffe aus dem Publikum am Wochenende nach der Nullnummer gegen Hamburg hat auch Eberl vernommen. «Wir sollten nicht vergessen, dass wir in fünf Jahren Großes geleistet haben und dass es eben manchmal auch mühsam ist.»

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