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    HamburgMessi gewinnt Giganten-Duell - DFB-Gegner sieglos

    Zum Auftakt des Länderspiel-Jahres standen die «Klassiker» Portugal- Argentinien und Frankreich-Brasilien im Mittelpunkt des Interesses. Dabei avancierte Argentiniens Messi einmal mehr zum Mann des Tages, während der südamerikanische Erzrivale Brasilien erneut enttäuschte.

    Pflicht erfüllt
    Die Spanier feiern im Spiel gegen Kolumbien Torschütze David Silva (2. v. r.).

    Das Giganten-Duell Messi-Ronaldo bot pures Spektakel, der Weltmeister entging knapp einer Blamage, und die vollmundig angekündigte Revanche der «Kung-Fu-Selecao» blieb aus: Nach dem Länderspiel-Auftakt des Jahres konnte sich «Weltfußballer» Lionel Messi einmal mehr als der große Sieger des Tages fühlen. «Messi hat das Duell mit Cristiano gewonnen: Er gab den Pass zum 1:0 von Di María und erzielte dann das Siegtor», fasste die Zeitung «As» nach Argentiniens 2:1-Prestigeerfolg über Portugal zusammen.

    Während Spanien mit Mühe und Not ein glückliches 1:0 gegen Kolumbien erzielte, enttäuschte Rekordchampion Brasilien total. Statt Wiedergutmachung für die 0:3-Pleite im WM-Finale 1998 zu betreiben, setzte sich Brasiliens Frankreich-Fluch fort. Verteidiger Hernanes (39.) leitete mit einem brutalen Tritt, für den er zurecht «Rot» sah, die sechste Schlappe in Serie gegen wiedererstarkte «Blaue» ein.

    Im Mittelpunkt stand das Duell der derzeit weltbesten Kicker. Vor dem Anpfiff gab es einen unterkühlten Händedruck, später ein gemeinsames Werbefoto der Stars, die versuchten, ihr prestigeträchtiges Aufeinandertreffen herunterzuspielen. «Es gab keinen Wettstreit mit Messi. Ich habe gegen Argentinien gespielt, nicht nur gegen ihn», sagte Real Madrids Toptorjäger Ronaldo, dem immerhin das 1:1 (21.) gelang. «Es war kein Sieg Messis oder Ronaldos, es war ein Sieg Argentiniens. Um einen Wettstreit zwischen uns beiden ging es nicht», befand Superstar Messi vom Erzrivalen FC Barcelona, der aber erneut zum Matchwinner für die Argentinier wurde (90./Foulelfmeter).

    «Ihre Rivalität ist selbst in einem Freundschaftsspiel zu spüren», urteilte hingegen «Marca», während «El País» ein «pures Spektakel» erlebt hatte. Das konnte Weltmeister Spanien einmal mehr nicht bieten. Immerhin gelang beim 1:0 gegen Kolumbien dank David Silvas späten Treffers (86.) der erste Sieg seit dem WM-Triumph im Juli 2010 in Südafrika. «Silva rettete ein Spiel, bei dem Kolumbien den Sieg verdient gehabt hätte», befand «As». «Marca» forderte: «Werdet wach! Das beste Nationalteam der Welt hätte sich fast an der Nummer 50 der FIFA-Rangliste verschluckt.» Weltmeistercoach Vicente del Bosque zeigte immerhin Selbstkritik: «Im Angriff waren wir schwach.»

    Dagegen setzten die Franzosen den nach ihrem WM-Versagen eingeleiteten Neuaufbau erfolgreich fort und feierten beim 1:0 gegen enttäuschende Brasilianer schon den fünften Sieg in Serie unter dem neuen Trainer Laurent Blanc. Der überragende Real Madrid-Legionär Benzema (54.) traf zum Sieg gegen erneut enttäuschende Brasileiros. «Es wird besser und besser», jubelte das Sportblatt «L'Équipe». «Das, was ich gesehen habe, hat mir sehr gefallen», meinte Nationalcoach Blanc zufrieden. Dagegen spürt Kollege Mano Menezes mächtig Druck in der Heimat. «Ich bauche Zeit!», sagte Brasiliens neuer Coach und appellierte an alle Beteiligten, Ruhe zu bewahren.

    Deutschlands Gegner in der EM-Qualifikation blieben sieglos. Österreich verlor beim WM-Zweiten Niederlande 1:3, neben Wesley Sneijder (28.) und Dirk Kuyt (70./Foulelfmeter) traf für den WM- Zweiten auch der Schalker Bundesliga-Profi Klaas Jan Huntelaar (48.). Österreichs Ehrentreffer gelang dem Bremer Marko Arnautovic (84.) Während Belgien gegen Finnland und Kasachstan gegen Weißrussland (jeweils 1:1) und die von Guus Hiddink trainierte Türkei gegen Südkorea (0:0) Teilerfolge erzielten, unterlag das vom früheren Bundestrainer Berti Vogts betreute Aserbaidschan Ungarn mit 0:2.

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