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    Mehr Spannung an Bord - Schaeffler auf der IAA

    (Michael Hoffmann/SP-X) - Moderne Hybrid-Autos benötigen immer mehr Strom. Neben dem elektrifizierten Antrieb brauchen die zahlreichen neuen Assistenz- und Komfortsysteme Energie. Die Branche diskutiert daher seit Jahren, die Spannung des Bordnetzes zu erhöhen. Zulieferer Schaeffler macht nun einen Vorschlag, wie das kostengünstig gelingen könnte.

    Schaeffler zeigt auf der IAA, wie ein 48-Volt-Bordnetz aussehen könnte
    Schaeffler zeigt auf der IAA, wie ein 48-Volt-Bordnetz aussehen könnte

    Auch wenn der Preisunterschied zwischen konventionell betriebenen Autos und Fahrzeugen mit Hybridantrieb in den vergangenen Jahren geringer geworden ist: Die Kaufentscheidung für ein Hybridmodell ist nach wie vor eine Frage der Überzeugung, nicht des kühlen Rechnens. Zulieferer Schaeffler arbeitet an einer weiteren Kostensenkung, die vor allem die Attraktivität von Einstiegs-Hybridfahrzeugen erhöhen und damit in besonders preissensiblen Segmenten für eine steigende Nachfrage nach Modellen mit dem Doppelantrieb sorgen soll.

    Den Schlüssel dazu sieht der sechstgrößte deutsche Zulieferer in der Einführung eines Bordnetzes mit 48 Volt – unter diesem Motto steht auch ein auf der IAA (12. bis 22. September) vorgestellte gläserne Exponat. Zentraler Bestandteil des neuen Niedervoltsystems ist ein 48V-Antriebsmodul, das flexibel an der Vorder- oder Hinterachse platziert werden kann. Das Modul besteht aus einem elektrischen Antrieb mit Kupplung und Planetengetriebe und ist so kompakt, dass sich bei einer Integration in den Antriebsstrang keinerlei Einbußen bei Kofferraum- oder Tankvolumen ergeben sollen.

    Während Fahrzeuge mit Vollhybridantrieb schon heute über ein leistungsfähiges, aber teures Hochvolt-Bordnetz verfügen, stößt bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen das klassische 12V-Netz durch Zusatzsysteme wie die Start-Stopp-Automatik zunehmend an seine Grenzen. Die Lösung könnte aus Sicht des Automobilzulieferers ein zweites Niedervolt-Bordnetz mit 48 Volt sein: Es ist leistungsfähig genug, um eine Vielzahl von Funktionen mit aufzunehmen, die bislang Fahrzeugen mit Hochvolt-Hybridbausteinen vorbehalten sind; zugleich ist die Niedervolt-Lösung weniger aufwendig und günstiger als ein Hochvoltnetz.

    „Die Verwendung eines 48V-Bordnetzes erlaubt bereits Leistungen von bis zu zwölf Kilowatt“, sagt Schaeffler-Entwicklungsvorstand Peter Gutzmer. Dies reicht aus, um im Stop-and-Go-Verkehr in der Innenstadt, bei geringem Tempo oder beim Einparken rein elektrisch zu fahren. Auch eine elektrische Unterstützung beim Anfahren oder das sogenannte Segeln – das Fahren mit gleichmäßigem Tempo bei ausgeschaltetem Verbrennungsmotor auf der Autobahn – wäre mit einem 48V-Fahrzeug möglich. Gleiches gilt für das Zurückgewinnen der Bremsenergie.

    Mit diesem Funktionsumfang bietet ein 48V-Netz nach Ansicht des Zulieferers die ideale Grundlage für Einstiegs-Hybridmodelle: Sie weisen damit die wesentlichen Vorteile eines vollwertigen Hybridfahrzeugs auf – bei zugleich deutlich reduzierten Kosten. Schaeffler auf der IAA

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