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  • Mehr als 22 Millionen neue Computerschädlinge

    Duisburg (dpa/tmn). Im Jahr 2009 gab es mehr als 22 Millionen neue Computerschädlinge. Gegenüber dem Vorjahr sei die Zahl der im Umlauf befindlichen Malware-Programme um rund 55 Prozent von 17 Millionen auf 40 Millionen gestiegen, teilt Panda Security in Duisburg mit.

    Der Hersteller von Anti-Viren-Lösungen bezieht sich dabei auf eigene Zahlen. Den Experten zufolge waren 66 Prozent der Schädlinge Trojaner, 18 Prozent Adware. Viren, Spyware, Würmer und andere Schädlinge machten zusammen nur 16 Prozent aus.

    Mehr als 22 Millionen neue Computerschädlinge - das klingt für Laien erstmal astronomisch. Doch diese Zahl kommt auch deshalb zustande, weil sich Malware teilweise selbstständig verändert - zumindest äußerlich. Im Kern seien das immer noch die gleichen Schädlinge, erklärt Prof. Harald Baier vom Center for Advanced Security Research (CASED) an der Hochschule Darmstadt. Malware ändert seine Gestalt, um sich zu tarnen. «Experten sprechen von Polymorphie», erläutert der Experte für Internetsicherheit.

    Viren haben Baier zufolge an Bedeutung verloren. Die Bedrohung gehe vor allem von Würmern aus. Diese Malware kann sich selbstständig verbreiten und Programmteile nachladen. «Dabei geht es vor allem darum, Daten auf befallenen Rechnern auszuspähen.» Die so gewonnenen Informationen werden dann zum Beispiel für Kreditkartenbetrügereien genutzt.

    Verbreitet werden die Schädlinge immer häufiger über manipulierte Webseiten. Dabei zielen die Angreifer auf Sicherheitslücken im Browser und Browser-Plug-ins wie dem Flash-Player. Um sich davor zu schützen, sollten für die verwendeten Programme stets die neuesten Updates aufgespielt werden, so Baier. «Das nützt natürlich wenig, wenn die Würmer eine bisher unbekannte Sicherheitslücke nutzen.»

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