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    BerlinMal Spielgefährten, mal große Liebe: Menschen und Hunde

    Treue Freunde auf vier Pfoten: Spätestens am Welthundetag (10. Oktober) wird klar, dass manche Vierbeiner mehr sein können als ein Tier. Einige Beispiele berühmter Hunde-Liebhaber:

    Der Hund als Spielgefährte
    Zwischen Hunden und Menschen besteht eine besondere Beziehung.
    Foto: Patrick Pleul - DPA

    First Dog: «Schaffe dir einen Hund an, wenn du in Washington einen echten Freund haben möchtest», hat schon US-Präsidenten Harry S. Truman (1884-1972) gesagt. Präsident Bill Clinton beherzigte diesen Ratschlag nicht und setzte klar auf einen Kater namens Socks. Auch der Scottish Terrier Barney von George W. Bush spielte in der Öffentlichkeit eher eine Nebenrolle. Doch mit Barack Obama zog der Portugiesische Wasserhund Bo ins Weiße Haus ein - von Anfang an ein Medienstar. Denn 2009 löste Obama mit Bo ein Wahlkampfversprechen ein, das er seinen beiden Töchter gegeben hatte. Dieses Jahr zog Sunny bei Familie Obama ein, passend zu Bo eine Portugiesische Wasserhündin.

    Königliche Gefährten:Beim Anblick seiner Windhunde verlor Preußenkönig Friedrich der Große (1712-1786) all seine Strenge. «Hunde haben alle guten Eigenschaften des Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen», wird er zitiert. Seine grazilen Vierbeiner saßen bei ihm auf dem Sofa, leisteten ihm beim Essen Gesellschaft und sollen sogar mit in seinem Bett geschlafen haben. Nach ihrem Tod wurden sie in der Gruft des Potsdamer Schlosses Sanssouci beigesetzt. Als große Hundefreundin gilt auch die britische Königin Elizabeth II. Böse Zungen zählen ihre kurzbeinigen Corgis neben Pferden zu den einzigen wirklichen Leidenschaften der Monarchin. Allerdings sind die kleinen Hunde durchaus in der Lage zuzubeißen und sollen sogar schon einmal an einem Politiker das Beinchen gehoben haben. Die Königin habe nur verlegen «Oh» gesagt.

    Dichter, Denker und Hunde:Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (1875-1955) hat seinem kurzhaarigen Hühnerhund Bauschan ein literarisches Denkmal gesetzt. In der Erzählung «Herr und Hund» beschreibt er, wie sich das Tier vom hilflosen Welpen zu einem echten Charakter entwickelt. Als Bauschan starb, soll Mann die Beileidsschreiben persönlich beantwortet haben. Der Philosoph Arthur Schopenhauer (1788-1860) galt als Misanthrop, doch seinen braunen Pudel Butz liebte er über alles. Der Zeichner Wilhelm Busch hat das unzertrennliche Paar in einer Skizze verewigt - bei Gassigehen.

    Möpse und Menschen:Für das Ansehen des eher unförmigen Mopses hat sich kaum jemand so ins Zeug gelegt wie der Humorist Loriot, alias Vicco von Bülow (1923-2011). Ganze Bücher kreisen darum, mit der Quintessenz: «Eine Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos». Oder: «Möpse sind mit Hunden nicht zu vergleichen. Sie vereinigen die Vorzüge von Kindern, Katzen, Fröschen und Mäusen.»

    Comichelden: Der Beagle Snoopy und sein Herrchen Charlie Brown aus der Comic-Serie «Peanuts» gelten als Traumpaar in Sachen Philosophie und Eigensinn. Erdacht hat die beiden Charaktere der amerikanische Autor Charles M. Schulz (1922-2000). Mehr auf Abenteuer aus sind «Tim und Struppi» aus der Feder des belgischen Zeichners Hergé (1907-1983). Die Geschichten, die Reporter Tim mit seinen Drahthaar-Foxterrier und anderen Gefährten erlebt, enthalten früh Fantasy- und Science-Fiction-Elemente und prägen andere Autoren.

    Fernsehstars: Aus kaum einer Kindheit der 50er bis 80er Jahre ist Collie Lassie wegzudenken. Die treue Hündin rettet den kleinen Jungen Timmy in einer der bekanntesten US-Fernsehserien aus so mancher schier aussichtslosen Lage. Die Collie-Dame, die allerdings meist von Rüden gespielt wurde, gilt als das bekannteste Haustier der Welt und hat sogar einen eigenen Stern auf dem «Hollywood Walk of Fame». Beliebt in Deutschland wird in den 90er Jahren die österreichische Krimiserie «Kommissar Rex», bei der ein Polizeihund in Wien Mordfälle mit aufklärt. Die Staffeln werden Exportschlager.

    Nicht ohne meinen Schoßhund: So manchem Hundefreund treibt es Tränen in die Augen, wenn Vierbeiner zum kalkulierten Promi-Auftritt gehören. Gefürchtet ist zum Beispiel Millionenerbin Paris Hilton mit einem Chihuahua auf dem Arm. Zur Marke machte auch der exaltierte Modedesigner Rudolph Mooshammer (1940-2005) seine Yorkshire-Terrier, die alle Daisy hießen.

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