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    Ludwigshafen: Ermittlungen gegen Baufirma und Pipelinebetreiber

    Ludwigshafen (dpa/lrs) - Nach der heftigen Gasexplosion mit einem Toten in Ludwigshafen hat BASF-Vorstandschef Kurt Bock den Angehörigen des Mannes sein Mitgefühl ausgesprochen. Er hoffe, dass die Verletzten schnell wieder auf die Beine kommen, sagte er am Freitag bei einer Telefonkonferenz zum dritten Quartal 2014.

    Die Bauarbeiten an der von der Explosion betroffenen Leitung waren von der Kasseler Gastransport-Firma Gascade in Auftrag gegeben worden, einem Gemeinschaftsunternehmen von BASF und dem russischen Gazprom-Konzern. Bei der Explosion starb ein Mitarbeiter der Baufirma, 23 Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Die Ursache des Unglücks war am Freitagmorgen noch unklar. Die Zahl der beschädigten Fahrzeuge und Wohnungen wird noch erfasst, so die Polizei.

    Die Leitung explodierte neben einer Bahnlinie, die zum nahe gelegenen BASF-Werk führt. Sie ist vorerst gesperrt. Auswirkungen auf die Produktion des Werks habe das nicht, sagte Bock. Der Transport werde über andere Tore auf dem Gelände abgewickelt. Zur Ursache könne er nichts sagen.

    [Update] Laut SWR ermittelt die Staatsanwaltschaft in Ludwigshafen wegen fahrlässiger Tötung gegen die Baufirma und die Betreiber der Gaspipeline. Die Leitung, die gestern explodiert war, gehört der Firma Gascade, die ein Unternehmen von BASF und dem russischen Konzern Gazprom ist. Um 11.30 Uhr gibt es eine Pressekonferenz der Stadt mit weiteren Infos.

    [Update 2] 38 Gebäude und 80 Fahrzeuge wurden bei der Explosion beschädigt. Wie die Polizei mitteilt, werden über Mittag die Gasleitungen der beschädigten Häuser in Ludwigshafen mit Stickstoff befüllt. 60 Anwohner konnten die Nacht nach der Explosion nicht in ihren Wohnungen verbringen, sie sind zu stark beschädigt. Sie dürfen aber heute nach dem Rechten sehen. Nach Schätzung der Stadt und der Feuerwehr beträgt der Schaden mehrere Millionen Euro, heißt es auf der Pressekonferenz. Weiterhin ist die Identität des Toten Bauarbeiters unklar. 

    Oberbürgermeisterin Eva Lohse bittet in der Pressekonferenz darum, dass der Stadt bis auf weiteres keine Asylbewerber mehr zugewiesen werden. Die Notunterkünfte würden für die Opfer der Explosion gebraucht, so Lohse. 

    [Update 3] Die Staatsanwaltschaft Frankenthal und das Polizeipräsidium Rheinpfalz haben eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben. Darin heißt es: "Nach der Explosion in Ludwigshafen dauern die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei nach der Ursache dieses Unglücksfalls an. Dabei wird es auch Gegenstand der Ermittlungen gegen Unbekannt sein, ob es Anhaltspunkte für ein eventuelles Fehlverhalten Beteiligter gibt und ob gegen konkrete Vorschriften verstoßen wurde. Die sehr umfangreichen Ermittlungen dauern an. Weitere Erkenntnisse können erst im Laufe der nächsten Woche mitgeteilt werden."

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