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    Liverpools 0:0 gegen ManU: Mourinho überlistet Klopp

    Nach dem Remis zwischen dem FC Liverpool und Manchester United lobt die britische Presse José Mourinho. Auch der Trainer äußerte sich zufrieden. Liverpool-Coach Jürgen Klopp ist nach dem 0:0 frustriert.

    Aufeinandertreffen
    Jürgen Klopp (l) und José Mourinho kommen aufeinander zu.
    Foto: Peter Powell - dpa

    Liverpool (dpa). «Spielverderber» José Mourinho verhagelte Jürgen Klopp mit seiner Defensivtaktik die gute Laune.

    «Wir haben nicht so gut gespielt, wie wir eigentlich können», gab der ehemalige BVB-Coach nach der Heim-Nullnummer seines FC Liverpool gegen Mourinhos Manchester United im Spitzenspiel der Premier League zu. Nach zuletzt vier Siegen in Serie hatte sich Klopp mit Liverpool mehr gegen den Erzrivalen erhofft.

    Daher überwog bei ihm trotz des Punktgewinns die Enttäuschung, auch weil sein Team beim 0:0 mit 65 Prozent Ballbesitz überlegen war. «Wir waren nicht mutig genug und haben nicht auf den richtigen Pass gewartet», sagte er bei BBC Sport. Ein Remis sei zwar kein schlechtes Ergebnis, räumte er ein. Die Erwartungen in Liverpool waren jedoch höher.

    «Wir haben sehr hart gearbeitet und alles versucht, aber mit den falschen Werkzeugen», urteilte Klopp. Die Gastgeber verzweifelten an Uniteds cleverer Defensiv-Taktik. Nach zuvor 18 Toren in sieben Spielen gab es für die Liverpool-Offensive diesmal kein Durchkommen. «Mourinho verdirbt die Party», titelte die Zeitung «Liverpool Echo».

    Die britischen Medien sahen Mourinho nach der Partie am Montagabend als Gewinner. «Das ist der alte Mourinho», erkannte BBC Sport. «So wie früher in großen Zeiten mit Chelsea und Inter Mailand, als er dem Gegner die Kreativität abwürgte.» Nicht zum ersten Mal sei der Portugiese an der Anfield Road «der Spielverderber».

    Während Liverpool-Fans in sozialen Medien über den defensiven Gegner schimpften, merkte die Zeitung «Mirror» an, Jürgen Klopp sei von Mourinho einfach «überlistet worden». Deshalb seien die «Manchester-United-Spielverderber die wahren Sieger» des Spiels. Der «Guardian» fand die gesamte Partie allerdings «erbärmlich».

    Mourinho selbst, der bekanntlich immer gewinnen will, wertete das Unentschieden ebenfalls als Erfolg. «Das Ergebnis verhindert, dass der Gegner im eigenen Stadion drei Punkte holt. Also ist es kein schlechtes Ergebnis», analysierte der Coach. «Wir haben eine gute Leistung gezeigt.» United-Profi Ander Herrera fand: «Wir können stolz sein.»

    Durch einen Sieg wäre Liverpool nach Punkten mit Spitzenreiter Manchester City gleichgezogen. So bleibt das Team, das am Samstag bei West Bromwich Albion antritt, auf Platz vier der Premier-League-Tabelle. Manchester United ist Siebter und muss am Sonntag nach London zu Mourinhos Ex-Verein FC Chelsea. Auch dort möchte der Coach sicher nur allzu gern der Spielverderber sein.

    BBC Bericht

    Guardian Bericht

    Mirror Bericht

    Liverpool Echo Bericht

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