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  • Langschläfer Bodmer will Tournee genießen

    Oberstdorf (dpa). Er schläft gern aus, guckt im Fernsehen am liebsten Serien und träumt von einem Auftritt bei Stefan Raab: Pascal Bodmer ist auf den ersten Blick ein ganz normaler Teenie.

    Doch nach seinem kometenhaften Aufstieg in die Weltspitze sieht sich der 18- Jährige schon bei seiner zweiten Vierschanzentournee urplötzlich mit der Rolle des Hoffnungsträgers im deutschen Skisprung-Team konfrontiert. «Ich gehe mit einer anderen Ausgangsposition in die Tournee als letztes Jahr. Damals war es eher wichtig, im Wettkampf dabei zu sein. Das ist jetzt nicht mehr der Anspruch», sagte Bodmer.

    Unruhige Nächte verlebt der Blondschopf deshalb aber nicht. Im Gegenteil: Bodmer genießt die neue Rolle, bei Fans und Medien gefragt zu sein. «Das ist irgendwie auch aufregend, das ist 'was Neues. Ich glaube, dass ich mich daran schnell gewöhnen und auch darauf freuen kann», sagte der Senkrechtstarter der Saison. Tipps für den Umgang mit der Öffentlichkeit bekommt er von seinem 13 Jahre älteren Zimmer- Kollegen Martin Schmitt. «Man kann viel von ihm lernen», so Bodmer.

    Zum Skispringen kam er einst eher zufällig. «Wir waren mit meinen Eltern mal zuschauen, da hat mein Bruder gesagt, er wolle das auch gleich anfangen», erzählte Bodmer. «Ich war noch so klein, ich konnte es noch nicht. Ein, zwei Jahre später habe ich dann nachgezogen. Es hat mir von Anfang an Spaß gemacht und ich bin dann dabei geblieben.»

    Der Durchbruch gelang nicht zufällig in diesem Jahr nach dem Ende der Schulausbildung. «Mit Schule und Sport hat man relativ viel Stress nebenher. Seit Oktober bin ich bei der Bundeswehr, da bekomme ich eine Top-Unterstützung. Anders hätte ich meinen Sport sehr, sehr schwer finanzieren können», berichtete der deutsche Meister von 2008.

    Bundestrainer Werner Schuster hält große Stücke auf den Youngster, der die Hierarchie im Team auf den Kopf gestellt hat. «Er ist eine ganz positive Erscheinung, er rüttelt die Arrivierten richtig auf. Er zeigt ihnen auch mal Grenzen auf im Denken, wo manche schon ein bisschen eingefahrene Muster haben und sich ein bisschen hängen lassen», lobte Schuster. Vize-Weltmeister Martin Schmitt bewundert an Bodmer vor allem dessen Coolness. «Vor dem Wettkampf ist es meistens so, dass ich ganz hippelig durchs Zimmer renne und er liegt im Bett und sagt, ganz ruhig, du hast noch Zeit», erzählte Schmitt.

    Seine Unbekümmertheit will sich Bodmer auch bei der Tournee bewahren. «Ich fühle mich nicht als deutscher Hoffnungsträger. Ich springe einfach und will es genießen.» Sollte es ähnlich gut gelingen wie beim Saisonauftakt in Kuusamo, wo er sensationell Zweiter wurde, könnte es bald auch mit einem Auftritt in einer Fernseh-Show klappen: «Wenn eine Anfrage für TV Total käme, wäre ich bestimmt dabei.»

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