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  • Kritik: "Zwei Männer, zwei Frauen - vier Probleme":

    "Zwei Männer, zwei Frauen - vier Probleme" heißt der neue Film der Münchner Regisseurin Vivian Naefe. Doch diese Rechnung ist reichlich untertrieben, denn in der harmlosen Beziehungskomödie gibt es Probleme und Verwicklungen ohne Ende - zum Glück aber auch wunderbare Schauspieler.

    Die Kellnerin Eva (Aglaia Szyszkowitz) liebt ihren Mann (Gedeon Burkhard) von Herzen, obwohl der ein Hallodri und Taugenichts ist. Als er mit einer smarten Bankerin (Hilde van Mieghem) durchbrennt, rastet Eva aus: Mit einer Pistole kidnappt sie den Mann ihrer Nebenbuhlerin, einen aalglatten Erfolgsanwalt (Heino Ferch). Er soll ihr helfen, das untreue Lotterpaar bei einer Reise nach Venedig aufzustöbern.

    "Der Film erzählt von zwei Menschen, die bereit sind, ihr Leben radikal zu verändern", sagt die Regisseurin in einem dpa-Gespräch, "ich wollte zeigen, wie jemand aus Eifersucht völlig durchknallt." Nach der temporeichen TV-Komödie "Pizza-Express" und ihrem hochgelobten Kinodebüt "Meine Tochter gehört mir" (1992) will sich die 44jährige Filmemacherin mit ihrer neuen Arbeit nicht in eine Schublade stecken lassen: ",Zwei Männer, zwei Frauen' ist sicherlich keine Komödie, in der von hinten bis vorn schallend gelacht werden kann. Das ist ein bißchen wie bei Woody Allen - eine Mischung aus romantischer Liebesgeschichte, Slapstick und Drama."

    Allerdings kommt das turbulente Roadmovie über weite Strecken eher holprig daher, kaum ein Klischee wird ausgelassen. "Ich dachte, sowas gäb's nur im Film", sagt der Erfolgsanwalt, der sich nach einer aberwitzigen Verfolgungsfahrt mit seiner "Entführerin" und ihren beiden rotznäsigen Kindern schließlich beim Tellerwaschen verdingen muß. Daß es trotzdem sehr dichte Momente gibt, dafür sorgen vor allem die beiden Hauptdarsteller. Die junge Grazerin Aglaia Szyszkowitz kämpft als betrogene Ehefrau hinreißend wütend und empfindsam zugleich um ihre vermeintlich große Liebe.

    Ihr Partner Heino Ferch, der neue Jung-Star des deutschen Films ("Winterschläfer", "Comedian Harmonists"), zeigt sich von einer ganz ungewohnten Seite. Er wandelt sich mit Witz und Charme vom karrieresüchtigen Anwalt zum einfühlsamen Liebhaber. "Ich wollte weg vom Image böser Bube", sagt er mit Hinweis auf seine früheren Rollen. "Der Wechsel ins komische Fach fiel mir erstaunlich leicht. Ich spiel' ja nicht komisch - die Situation ist nur so."

    Nada Weigelt, dpa

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