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  • Kritik: Wirbelnde Asteroide und Aliens

    Sein Mut überragt bei weitem seine Größe - gleich ob Hühnchen Junior beim Baseball gegen Füchse kämpft oder gegen Furcht erregende außerirdische Wesen. «Himmel und Huhn» heißt der jüngste Disney-Film des Regisseurs Mark Dindal.

    Der erste völlig computeranimierte Film erzählt das Abenteuer eines viel zu klein geratenen Huhns, das überall ausgelacht wird und sich dabei nichts mehr wünscht, als anerkannt zu werden. Auch wenn die Figuren nicht immer mit dem Hintergrund harmonisieren, bleibt der Film dennoch ein sehenswertes Kinoabenteuer mit wirbelnden Asteroiden, einem zu groß gewordenen Schwein, einem hässlichen Entlein und einem kleinen niedlichen Huhn. In Amerika hat sich der Film, der im Original «Chicken Little» heißt, kurz nach seinem Start im vergangenen November an die Spitze der Kino-Charts gespielt.

    Mit rund 33 Millionen Euro Umsatz am ersten Startwochenende in den USA erzielte «Huhn und Himmel» das zweitbeste Ergebnis, das je ein Disney-Film erreicht hat. Auch in Frankreich, wo der Film Anfang Januar anlief, stieß er bis auf wenige Ausnahmen auf positive Resonanz. Die Fachzeitschrift «Studio Magazine» hält den Film sogar für würdig mit einer Produktion der Pixarstudios verglichen zu werden. Eine Kritik, die Disney sehr freuen dürfte, denn die Produktionsfirma Pixar hat in den letzten fünf Jahre so erfolgreiche Animationswerke wie «Toy Story» oder «Findet Nemo» herausgebracht.

    Im Mittelpunkt des knapp einstündigen Films steht Hühnchen Junior, der versucht, das unglückselige «Eichel-Ereignis» aus dem Gedächtnis der Bewohner seiner Heimatstadt zu löschen. Denn seit dem Tag, an dem er hysterisch aufgeregt verkündete, der Himmel würde auf Oakey Oaks stürzen, ihm jedoch nur eine Eichel auf den Kopf gefallen war, macht sich die ganze Stadt über ihn lustig. Doch alles ändert sich, als ihm wirklich ein Stück Himmel auf den Kopf fällt und Oakey Oaks von einer außerirdischen Macht bedroht wird.

    Disney wäre nicht Disney, wenn keine menschlichen Charakterzüge in Tiergestalt überdeutlich zum Ausdruck kämen. So ist Hühnchen Junior eine Figur, die durch ihre Tollpatschigkeit, Naivität und Ehrlichkeit besticht. Auch seine Freunde, eine Clique aus Außenseitern wie das schwatzhafte, immer gut gelaunte kleine hässliche Entlein Namens Susi Schnatter, das ängstliche, schreckhafte und zu groß gewordene Schwein Ed von Speck und der blubbernden Fisch Luigi Forelli, der für jede Dummheit zu haben ist, brauchen um die Sympathie der Zuschauer nicht zu kämpfen. Nur Hühnchens verwitweter Vater Buck Cluck wirkt in seiner Rolle nicht sehr überzeugend.

    Während bisher bei Disney die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung dargestellt wurden, fahren sie in «Huhn und Himmel» in eierförmigen Autos, sind Bürgermeister oder Besitzer von Geschäften in Oakey Oaks. So verkaufen Pinguine Smokings, Mäuse Käse und Schafe schneiden Haare. Die Tiere werden total vermenschlicht, was dem Film an manchen Stellen die Spannung nimmt.

    Doch die vielen haarsträubenden Ereignisse, der schrille Humor, das Arsenal an technischer Spielerei, vor allem dann, wenn Hühnchen Junior zusammen mit seinen Freunden die Welt vor einer Alieninvasion bewahrt, sorgen für einen bunten Kinospaß mit viel Action und wie immer einer Portion Moral.

    Die deutschen Stimmen sind mit großen Namen besetzt. Boris Becker spricht den Baseball-Trainer, Leander Haußmann den Lehrer Wollgemuth, Kim Frank das Hühnchen Junior und Markus Maria Profitlich den Hühnchen-Vater Buck.

    dpa

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