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  • Kritik: Williams und Crystal in Bestform

    Hamburg (dpa) - Der Gedanke, seit vielen Jahren Vater zu sein, ohne dies je gewußt zu haben, kann Männer schon aus der Ruhe bringen. In der vergnüglichen Komödie "Ein Vater zuviel" führen Robin Williams und Billy Crystal vor, was passieren kann, wenn gleich zwei Männer davon überzeugt sind, Vater desselben Kindes zu sein.

    Unterschiedlicher könnten die beiden mutmaßlichen Erzeuger gar nicht sein: Jack Lawrence (Billy Crystal), der als erfolgreicher Staranwalt mit seiner Traumfrau in einem luxuriösen Haus in Los Angeles lebt, und Dale Putleys (Robin Williams), der als gescheiterter Schriftsteller in San Francisco seit Jahren kurz vor dem Selbstmord steht, wären normalerweise wohl nie zusammengetroffen. Doch die beiden haben etwas gemeinsam. Vor mehr als zehn Jahren hatten sie eine Affäre mit Collette (Nastassja Kinski), die nun erst Jack und dann Dale erzählt, sie seien der Vater ihres gerade von zu Hause ausgerissenen Sohnes. So machen sich die beiden schließlich gemeinsam auf die Suche nach dem Jungen, von dem sie nicht wissen, wessen Kind er eigentlich ist.

    "Ein Vater zuviel", eine amerikanische Adaption der französischen Komödie "Zwei irre Spaßvögel" von Francis Veber, ist das neueste Werk von Hit-Regisseur Ivan Reitman, der mit "Ghostbusters" und "Twins - Zwillinge" große Kassenerfolge feiern konnte. Unter seiner Regie laufen Robin Williams und Billy Crystal zu komödiantischer Höchstform auf. Williams, mehrfach für den "Oscar" nominiert ("Der Club der toten Dichter", "Good Morning Vietnam"), beweist sich im Zusammenspiel mit Billy Crystal ("Harry und Sally", "City Slickers") als brillanter Spaßmacher.

    Während Jack versucht, die Situation halbwegs im Griff zu behalten, lebt Dale ganz die Rolle des sensiblen Intellektuellen aus, der ständig versucht ist, in Weinkrämpfe auszubrechen. Quer durch Kalifornien verfolgen die beiden ihren vermeintlichen Sohn, der sich inzwischen dem Fan-Troß einer Rock'n Roll-Band angeschlossen hat, und stolpern in immer neue Abenteuer.

    So komisch wie der Film waren auch die Dreharbeiten von "Ein Vater zuviel": "Jeden Tag passierte es drei- oder viermal, daß alle losprusteten und sich das gesamte Filmteam den Bauch vor Lachen hielt", erzählt Regisseur Ivan Reitman. Tatsächlich gelingt Crystal und Williams ein Pointen-Schlagabtausch, den man sonst nur aus amerikanische Comedy-Shows kennt. Auch Nastassja Kinski, mit einer eher kleinen Rolle bedacht, genoß die Zusammenarbeit mit den beiden Spaßvögeln: "Die Arbeit mit zwei Komikern wie Billy und Robin fordert mich in vieler Hinsicht mehr als meine früheren Filme. Ich darf locker sein, Pointen ausspielen - das ist für mich eine neue Erfahrung."

    Am Ende kommt für die beiden Väter alles anders als erwartet. Sie tragen es mit Fassung, haben sie doch auf ihrer Verfolgungsfahrt nicht nur eine Menge Ärger, sondern auch viel Spaß gehabt. Und gelernt haben sie auch etwas: Wie wichtig es für sie ist, sich endlich auf die wesentlichen Dinge im Leben zu besinnen.

    Von Peter Zöttl, dpa

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