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  • Kritik: Will Smith als Allzweckwaffe

    Als Action-Star in Filmen wie «Men In Black» oder «Independence Day» hat sich Will Smith schon einen festen Platz in Hollywood erobert. Nun gelingt dem 36-Jährigen ein Kunststück, das nur wenige schwarze Schauspieler zuvor versucht haben: Er wechselt in seinem neuen Film «Hitch - Der Date Doktor» erstmals ins Genre «romantische Komödie».

    Zusätzlich zu dieser Veränderung darf sich Smith als smarter Beziehungskuppler in eine Frau verlieben, die deutlich hellere Haut hat als er. Ganz auf Risiko geht die Produktion dabei jedoch nicht: Smiths Partnerin ist die Kuba-Amerikanerin Eva Mendes - rassig, temperamentvoll, aber eben kein klassisch weißer Typ.

    «Hitch», inszeniert vom Komödienspezialisten Andy Tennant, hat in den USA in nur 10 Tagen mehr als 90 Millionen Dollar eingespielt, bei einem Budget von 70 Millionen. Die Geschichte ist zwar vorhersehbar, erinnert phasenweise aber an schöne alte Screwball-Komödien und bietet erstklassige Situationskomik.

    Wenn du eine Frau wirklich liebst, brauchst du nur drei Verabredungen, um ihr dein wahres Ich zu zeigen und sie zu erobern. Mit diesem Slogan wirbt Alex «Hitch» Hitchens um Kunden. Der New Yorker Flirt-Trainer und Kuppler für wohlhabende Singles ist in seinem Job äußerst erfolgreich - sein eigenes Liebesleben liegt jedoch seit einer herben Enttäuschung im Teenageralter auf Eis. Als wahre Herausforderung für den Date-Doktor erweist sich sein Kunde Albert. Er himmelt eine schöne, unerreichbare Millionenerbin Allegra Cole an (gespielt vom Ex-Topmodel Amber Valetta), zu deren Beraterstab er gehört.

    Der amerikanische TV-Star Kevin James ist als linkischer Albert die komödiantische Säule des Films. Albert ist dick, er schwitzt, er ist ein wüster Disco-Tänzer, er krümelt, kleckert und trägt die falschen Klamotten. Albert ist peinlich, aber aufrichtig. Ein hoffnungsloser Fall? Nicht für Hitch, der sich rührend um den liebeskranken Klienten kümmert.

    Alles scheint gut zu gehen, bis seine Bemühungen für Alberts Eroberung der reichen Lady auf das Interesse der Society-Reporterin Sara (Eva Mendes) stoßen. Ihre Schlagzeilen blamieren den unglücklichen Albert, enthüllen das geheime Gewerbe von Hitch und verletzen Allegra zutiefst. Doch genau wie Albert und seine Millionenerbin gehören auch Hitch und die spröde Sara im Prinzip zusammen.

    Das gute alte Komödien-Muster der Liebe mit Hindernissen spielt «Hitch» gleich im Doppelpack durch. Dabei erfreut der Film mit einigen schönen Passagen und Dialogen über die unterschiedlichen Erwartungen von Männern und Frauen an stimmungsvolle Dates und erste Küsse. Sicherlich dürften sich einige Männer die Regeln des Date- Doktors zu Herzen nehmen - doch die Botschaft des Films ist ganz klar: Du kannst noch so cool und smart sein, wenn du eine Frau erobern willst, geht nichts über Ehrlichkeit und Respekt.

    dpa

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