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  • Kritik: Wie heißt nochmal der goldene Roboter?

    Hamburg (AP) In den letzten Jahren konnte es dem "Star Wars"-Fan schon mal passieren, daß nachts ein verzweifelter Freund anrief und fragte: "Sag mal, wie hieß eigentlich der goldene Roboter, der immer so ein gestelztes Zeug gequatscht hat?" Da war mancher Fan aufgeschmissen, denn zwar kam einem der Name des heimlichen Helden der Sternen-Trilogie schnell in den Sinn: R2D2 ("Er-zwo-de-zwo"), der häßliche Dreibein-Robot, der immerzu mitleiderregend quietscht. Aber dessen großer goldener Kumpel? Vergessen.

    Aber nicht mehr lange: Ab Donnerstag kommt der Kultfilm "Star Wars" zurück in die Kinos und zwar schöner, lauter und knalliger als je zuvor. 20 Jahre nach der Premiere 1977 ist das Sternenepos lebendiger als viele Filme von heute.

    Regisseur George Lucas hatte sich 1993 überlegt, wie das 20jährige Jubiläum angemessen zu feiern sei. Ergebnis: Alle drei "Star Wars"-Folgen sollten mit neuen Kopien wieder in die Kinos kommen. Und weil Lucas mittlerweile die Regie aufgegeben hat und mit seiner Firma Industrial Light and Magic die wildesten Spezialeffekte aus den Computern holt, wurden die Originale auch gleich noch kräftig aufgepeppt: Das alte Negativ wurde aus der auf elf Grad temperierten Kammer bei Kansas geholt, wo es seit 1977 lag. Mit Schwämmen wuschen 30 Leute die Rollen Filmfeld für Filmfeld ab. Dann wurden Ton und Farbe dem heutigen Technik-Standard angepaßt. Ergebnis: Donnernde Explosionen, grelle Laserstrahlen.

    Auch die Computeranimation - 1977 noch ein Traum - wendete Lucas bei der Restaurierung vorsichtig an. Der Weltraumbahnhof Mos Eisley wirkt plötzlich wie eine echte Stadt, vor 20 Jahren wurde das brodelnde Spaceport nur angedeutet. Und eine ganz neue Szene spendierte der stolze "Star Wars"-Vater den Fans: Weltraumpilot Han Solo (Harrison Ford) steht seinem Gläubiger Jabba gegenüber. 1977 wurde die Szene gedreht, kam aber nicht in den Film, weil die Nachbearbeitung nicht klappte. Jetzt ließ Lucas den schleimigen Jabba per Computer in die alte Szene mit Harrison Ford einkopieren.

    Dem neutralen Kinogänger fallen nach 20 Jahren natürlich die "dürren Dialoge" ("Spiegel") auf und die gemessen an heutigen Actionfilmen müde Schnittfrequenz. Trotzdem brachte der Sternenklassiker in nur vier Wochen in den USA 116 Millionen Dollar in die Kassen und stand an Nummer 1 der Kino-Hitparade. Und im Vergleich zu aktuellen Riesenfilmen wie "Independence Day" fällt die menschliche, manchmal geradezu überhöhte Wärme von "Star Wars" auf: Luke Skywalkers (Mark Hamill) jungenhaftes Heldentum, Han Solos rabaukenhafte Treue und Prinzessin Leias (Carrie Fisher) Mischung aus Mut und Mäuschen. Die Figur der Leia war 1977 übrigens kein Standard in Acionfilmen: Eine Frau, die in der größten Gefahr den zankenden Männern das Gewehr aus der Hand nimmt und das Problem löst.

    Manche Kino-Experten sagen, die aufgepeppten Sternenstories kommen nur wieder auf die Leinwand, weil Lucas nächstes Jahr drei neue Folgen der insgesamt auf neun Episoden angelegten Saga drehen will. Dem Fan ist das egal. Der freut sich über Lukes schulterlange Haare mit dem schönen Endsiebziger-Mittelscheitel und über die ganz frühen Cyberspace-Zielgitter in den Kanonen der Rebellen, die doch den Gittern in den "Space Invaders"-Videospielen so ähnlich sehen, in denen sich der Fan in der örtlichen Spielhalle damals als "Han Solo" in die High-Score-Liste eintrug. Die beiden weiteren "Star Wars"-Filme "Das Imperium schlägt zurück" und "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" kommen am 10. bzw. 24. April in die Kinos.

    Von AP-Korrespondent Claus-Peter Tiemann

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