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  • Kritik: "Weihnachtsfieber" - Paraderollen für Barbara Auer und Uwe Ochsenknecht

    (AP) Sie ist ein ausgemachter Weihnachtsmuffel. Er liebt das Fest über alles. Sie ist die attraktive Karrierefrau, er der geborene Versager. Die Fernsehmoderatorin Charlotte Becker und der Handlungsreisende Fritz Mauser haben nichts, aber auch gar nichts gemeinsam. Doch das Schicksal will es so, daß sich die beiden immer wieder begegnen und notgedrungen haarsträubende Abenteuer gemeinsam durchleben müssen. Der österreichische Regisseur Paul Harather sorgt mit seiner Komödie "Weihnachtsfieber" für eine turbulente und amüsante Einstimmung auf das Fest der Feste.

    Der Film, der am 6. November in den Kinos anläuft, bedient etliche Klischees, die zum Thema Weihnachten gehören: Da ist die erfolgreiche und zickige Single-Frau, gespielt von der bezaubernden Barbara Auer. Sie will ihrer weihnachtlichen Einsamkeit entfliehen und auf die Malediven fliegen. Unterwegs trifft sie den biederen Familienvater mit der Pudelmütze, der sich das ganze Jahr lang auf Weihnachten in der Familie freut. Mit seinem naiven und sonnigen Gemüt tappt er jedoch von einem Fettnäpfchen ins nächste.

    "Weihnachtsfieber" erzählt eine nette, kleine Geschichte, die von der Ausstrahlung der beiden Hauptdarsteller lebt. Einmal mehr beweist Barbara Auer, daß sie zu Deutschlands attraktivsten Filmfrauen zählt. Ihr schaupielerisches Vermögen macht sie sogar zur Ausnahmeerscheinung. Auers Pech ist nur, daß sie oft mit der Rollenauswahl keine ganz glückliche Hand beweist.

    Diesmal hat sich die 38jährige Konstanzerin richtig entschieden. Denn glänzend bewährt sich Barbara Auer nun auch im komischen Genre, in dem ihr Filmpartner Uwe Ochsenknecht spätestens seit "Männer" oder "Schtonk" bereits zu den Renommiertesten in Deutschland zählt. Er spielt mit großer Einfühlungsgabe den liebenswert-trotteligen Mauser, der das Unglück magisch anzuziehen scheint.

    Doch schafft es ausgerechnet dieser Mann, die gut verborgenen Ängste und Schwächen der zunächst unnahbaren Charlotte ans Licht zu bringen. Hinter der glänzenden Fassade der souveränen Karrierefrau verbirgt sich ein verletzlicher und einsamer Mensch. Nach einer gemeinsamen Nacht ist für beide nichts mehr so, wie es einmal war. Auch die Harmonie in Mausers Familienleben täuscht, und plötzlich sind die Gegensätze zwischen beiden gar nicht mehr so unüberbrückbar.

    Auch privat sehen übrigens beide Hauptdarsteller dem Weihnachtsfest eher mit Bangen entgegen. "Natürlich werden die Kinder beschenkt. Ansonsten halte ich mich aber aus dem Konsumrausch weitgehend heraus", erzählt Ochsenknecht. Auch Barbara Auer kann Charlottes Weihnachts-Phobie bis zu einem gewissen Punkt verstehen. "Ich hasse diesen Trubel", sagt sie. Auf die Feiertage könnte die Schaupielerin locker verzichten: "Viel lieber würde ich mit Freunden bei einem gemütlichen Essen zusammen sein."

    Von AP-Korrespondentin Susann Huster

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