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  • Kritik: Was bleibt, sind die Effekte

    Kein Jahr vergeht ohne großen Fantasy-Film zur Weihnachtszeit. Nach «Herr der Ringe», «Harry Potter» oder «Narnia» ist es nun «Eragon», der das Publikum weit weg von Plätzchenduft und Geschenkestress in eine andere Welt entführen soll.

    Doch der Verfilmung des epischen Bestsellerromans von Christopher Paolini fehlt es an Poesie und Drama, um die Fans des weltweit millionenfach verkauften Drachenreiter-Buches beglücken zu können. Und auch für Zuschauer, die die Geschichte gar nicht kennen, ist das Drehbuch zu banal und schlicht gestrickt. Was bleibt, sind die Spezialeffekte.

    In Sachen digitaler Tricktechnik hat «Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter» durchaus einiges zu bieten. Der blaue Drache Saphira fliegt herrlich wie ein Adler und kämpft wie ein Löwe gegen die brutalen Truppen des Königs Galbatorix. Eragon, ein Bauernjunge, findet das Ei, aus dem Saphira schlüpft. Der Drache hat den Jungen als seinen Reiter ausgewählt und stößt ihn mitten in ein gewaltiges Abenteuer, in dessen Verlauf sich Eragon mit den Rebellen verbündet, um die Welt von Galbatorix zu befreien.

    Das Fabelwesen Saphira, dem die Sängerin Nena in der deutschen Fassung ihre Stimme leiht, ist als Charakter durchaus ernst zu nehmen - vor allem, wenn man seine schauspielerische Leistung mit dem unbeholfenen Auftritt des Jungschauspielers Ed Speelers als Eragon vergleicht. Gegen diese Fehlbesetzung können auch Kino-Urgesteine wie John Malkovich als Galbatorix und Jeremy Irons als Eragons weiser Gefährte Brom der Geschichte nicht mit dürren Dialog-Sätzen aus der Patsche helfen.

    Dass der in Ungarn und Slowenien gedreht Film ganz auf visuelle Reize und weniger auf Inhalt setzt, wundert kaum, denn Regisseur Stefen Fangmeier hat eine lupenreine Karriere als Special-effect-Experte hinter sich. Für seine Arbeit an Produktionen wie «Twister», «Der Sturm» und «Master and Commander» gab es Oscar-Nominierungen. Der 46 Jahre alte US-Amerikaner, geboren in Texas und aufgewachsen im niedersächsischen Delmenhorst, hat zuletzt bei Industrial Light and Magic (ILM) gearbeitet, jener Zauberfirma, die bei der Verbindung von Computeranimation und Realfilm Bahnbrechendes geleistet hat.

    Was der amerikanische Autor Paolini von der Kinoversion seines «Eragon» hält, ist nicht bekannt. Paolini hat den ersten Band als Teenager geschrieben, Band 2 «Der Auftrag des Ältesten» ist im vorigen Jahr erschienen, der Abschluss des Trilogie ist für den kommenden Herbst angekündigt.

    Von Karin Zintz, dpa

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