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  • Kritik: Vom Außerirdischen zum "Staatsfeind Nr. 1":

    Hollywood-Superstar Will Smith ist vom amüsanten Science Fiction-Genre zum politischen Thriller gewechselt. Der 30jährige wurde zum "Staatsfeind Nr. 1" und spielt in seinem neuen Film den erfolgreichen Rechtsanwalt Robert Clayton Dean, der durch Zufall zur Zielscheibe eines Geheimdienstes und dessen fast unfehlbarer Überwachungstechnologie wird.

    Ohne es zu wissen, gelangt der Jurist in den Besitz von Filmaufnahmen, die die Ermordung eines US-Kongreßabgeordneten durch einen korrupten Geheimdienstler zeigen. Systematisch zerstört der enttarnte Geheimdienstmitarbeiter das Leben Deans und jagt ihn, um die Bilder zurückzuholen.

    "Das ist mein erster erwachsener Kinofilm", sagte Smith in Londoner Interviews. "Ich habe die Fähigkeit, alles zu machen, was ich möchte." High-Tech und Drama treten an die Stelle von cooler Lockerheit und Witzeleien, die den Schauspieler und Sänger mit "Independence Day" und "Men In Black" berühmt machten. "Wir haben die Scherze weggelassen, und ich leiste ein richtiges Schauspieler- Stück", sagt Smith. Atemlose Filmaufnahmen geben Rasanz, Neurosen und Hektik wieder.

    Smith ist eine Art Richard Kimble auf der Flucht. Die Regierung verfolgt ihn überall und mit allen Mitteln, von Überwachungskameras über Mikrophone im Schuhabsatz bis hin zu Satelliten, die um die Erde kreisen. "Der Film illustriert ein Schlimmstfall-Szenario des Mißbrauchs von Informationstechnologie", sagt der Schauspieler. Den rund 80 Millionen US-Dollar (131 Millionen Mark) teuren Streifen in der Regie des Briten Tony Scott sieht Smith mehr als Unterhaltung, denn als politische Stellungnahme. Sein Kollege Jon Voight, der den kaltblütigen Geheimdienstler Reynolds spielt, sagte dagegen: "Das ist ein intelligenter, verantwortlicher Film und gute Nahrung für Kinder."

    Auch Co-Star Gene Hackman, der dem gejagten Rechtsanwalt als Ex- Geheimdienstagent Brill zur Seite steht, nahm die Rolle erst an, nachdem das Drehbuch mehr Substanz versprach. Besuche bei den amerikanischen Geheimdiensten CIA und "National Security Agency" gehörten mit zu den Recherchen.

    Nach Meinung des Produzenten Jerry Bruckheimer erlaubt der Film einen ersten Insiderblick in die sonst streng abgeschirmte Welt des Geheimdienstes. Allerdings sind viele der gezeigten High-Tech- Überwachungsmittel längst überholt. Bei der CIA habe er Satellitenaufnahmen von taiwanesischen Mohnblumen-Feldern und Aufnahmegeräte in Zahnfüllungen gesehen, sagte Smith. "Und all dieses Zeug war im Museum." Der Film lehrt, daß das Netz der scheinbar totalen Kontrolle des Staates Löcher hat. So erfährt der Zuschauer, daß Kupfer-Maschendrähte Funksignale abschirmen und Identifizierung durch Satelliten unmöglich ist, wenn man nie nach oben sieht.

    Elisabeth Weymann, dpa

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