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  • Kritik: Völkerverständigung in Weiß

    Wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, muss der Berg eben zum Propheten kommen. Fern der sonnigen Heimat lebt die griechische Sippe Portokalos im amerikanischen Exil. Aber sie machen das Beste daraus: Ihr Haus ist der Akropolis nachempfunden, Mutter Maria (Lainie Kazan) zaubert im familieneigenen Restaurant "Dancing Zorba's" Landesspezialitäten, während Patriarch Gus (Michael Constantine) jedem mit seiner Litanei zur Überlegenheit der griechischen Kultur auf die Nerven geht.

    Alles könnte so schön sein, hätte sich Tochter Toula (Nia Vardalos) nicht in den Dickschädel gesetzt, gegen sämtliche Konventionen der verschworenen griechischen Gemeinschaft zu verstoßen und mit einem Amerikaner vor den Traualtar zu treten.

    Hauptdarstellerin arbeitet ihre eigene Geschichte auf

    Die Multikulti-Komödie "My Big Fat Greek Wedding" war 2002 der Überraschungserfolg in den USA. Zwar schaffte es der Independent-Streifen nie an die Spitze der Kinocharts, dank eines Einspielergebnisses von über 100 Millionen Doller bei gerade mal 5 Millionen Dollar Kosten darf er aber wenigstens den schönen Titel "Erfolgreichster Film, der nie auf Platz Eins war" tragen. Nicht unerheblich dazu beigetragen hat sicherlich der Umstand, dass Superstar Tom Hanks und seine Frau Rita Wilson unter den Produzenten sind.

    "My Big Fat Greek Wedding" basiert auf der One-Woman-Show von Hauptdarstellerin Nia Vardalos, in der sie ihr eigenes turbulentes Familienleben verarbeitet hat. Rita Wilson, selbst griechischer Herkunft, war von der Aufführung so begeistert, dass sie sie ihrem Ehemann Tom Hanks empfahl. Schnell war die Idee geboren, aus dem Stoff einen Kinofilm zu machen, wobei Vardalos darauf bestand, die Hauptrolle zu übernehmen. "Es ist Nias Geschichte und dadurch verleiht sie dem Film enorm viel Integrität und Glaubwürdigkeit", betont der mehrfache Oscar-Preisträger Hanks.

    'N Sync-Mitglied Joey Fatone in kleiner Nebenrolle

    Dem kann man nur voll und ganz zustimmen. "My Big Fat Greek Wedding" ist eine liebevolle, witzige und romantische Komödie mit erstklassigen Darstellern, darunter Lainie Kazan ("Tante Freida" aus der Sitcom "Die Nanny") und John Corbett (der esoterische Flötenspieler aus "Serendipity") als der zunächst unerwünschte Schwiegersohn in spe. In einer Nebenrolle ist außerdem 'N Sync-Mitglied Joey Fatone zu sehen. Nicht zu vergessen Michael Constatine als Familienoberhaupt Gus, der in einigen der besten Szenen des Films den Beweis antritt, dass ausnahmslos jedes Wort griechischen Ursprungs ist. Selbst "Kimono".

    Ganz neu ist die Geschichte von "My Big Fat Greek Wedding" sicher nicht. Aber wer Komödien wie "East Is East" oder "Kick It Like Beckham" mochte, ist hier goldrichtig.

    Nina Jerzy, ddp

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