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  • Kritik: Viel Lärm um Nichts

    Auch dritter Aufguss bleibt ein Kassenerfolg

    Auch geht die Geschichte zum ersten Mal nicht mehr auf einen Roman des Bestsellerautors Michael Crichton zurück - allerdings baut sie auf seinen Charakteren aus den beiden Vorläufern auf. Vieles ist also anders und doch ist irgendwo alles gleich: Technik und Action dominieren die eher dünne Story.

    Wissenschaftler Dr. Alan Grant (Sam Neill) lässt sich wegen finanzieller Engpässe bei seinem Dinosaurier-Forschungsprojekt auf ein vermeintlich lukratives Angebot ein: Er überfliegt mit dem Ehepaar Kirby die Isla Sorna, die zweite Insel vor der Küste Costa Ricas, auf der nach Experimenten der Firma InGen aus Fossilien-DNA gezüchtete Raptoren und andere prähistorische Kreaturen leben. Aus dem Überflug wird unvermutet eine Landung, denn in Wahrheit suchen die getrennt lebenden Kirbys nach ihrem 12-jährigen Sohn Eric, der mit einem Paraglider über der Insel abgestürzt war.

    Die Vorgeschichte dauert nur wenige Minuten, dann treten die Dinosaurier in Aktion. Gleich beim ersten Angriff taucht ein "Neuer" auf: Die Macher von "Jurassic Park III" überbieten ihren alten Helden, den Tyrannosaurus Rex, mit dem Spinosaurus, der noch größer, bösartiger und gefräßiger ist. Auf der Isla Sorna wimmelt es nur so von mehr oder minder gefährlichen Dinosauriern, die sich überall zu Hause fühlen: zu Land, in der Luft und sogar im Wasser.

    Viel Nebel und Dunkelheit, aus denen immer wieder ein Dino-Maul in Naheinstellung auftaucht, sorgen für Überraschungseffekte. Und der geübte Jurassic Park-Zuschauer sucht selbstverständlich ein Großraumkino mit ordentlicher Beschallung auf, damit das Schreien, Fauchen und Grunzen sowie die orchestrale Musikuntermalung auch besonders dramatisch wirken.

    Weniger Dramatik sondern eher unfreiwillige Komik liefern die menschlichen Darsteller in diesem Film: Für Paul Kirby (William Macy) und seine Frau Amanda (Tea Leoni) bietet der Dschungel-Trip eine Chance für die Liebe und die Kleinfamilie. Raptoren-Eier werden "gekidnappt" und dienen den Flüchtenden als Faustpfand ("Ohne die Eier wären wir schon lange tot"). Auch ist der Film nicht frei von Pathos: Grants Antwort auf die Frage "So macht man also Dinosaurier?" im zerstörten Gentechniklabor: "Nein, so spielt man Gott!"

    In den USA hat das neue Dinosaurierspektakel sofort Platz 1 der Kinohitliste erobert: In den ersten fünf Tagen nach der Weltpremiere am 18. Juli sahen mehr als 13,5 Millionen Zuschauer "Jurassic Park III". Allerdings bleibt diese Folge weit hinter dem Erfolg des zweiten Teils zurück. "Vergessene Welt" hält mit 92,7 Millionen Dollar noch immer den Rekord für das beste US-Wochenend- Einspielergebnis aller Zeiten. Der Weg für Teil IV ist trotzdem schon geebnet: Am Ende von Teil drei fliegen Flugsaurier der Sonne entgegen - auf der Suche nach neuen Nistplätzen, wie Dr. Grant vermutet. Die unendliche Geschichte des Jurassic Park ist gesichert.

    Sonja Pohlmann, dpa

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