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  • Kritik: Viel Action im "Projekt Peacemaker":

    Hamburg (dpa) - Atomwaffen, die im Südural geraubt werden, politische Intrigen im ehemaligen Jugoslawien und ein unbezwingbarer Held - mit "Projekt Peacemaker" hält die Regisseurin Mimi Leder ihr Publikum bis zur letzten Sekunde in Atem. "Peacemaker" ist nicht nur der erste Kinofilm der Fernsehregisseurin ("Emergency Room"), sondern auch der erste Film, der von Steven Spielbergs neuem Filmstudio DreamWorks fertiggestellt wurde. In Amerika spielte der Action- Thriller am Startwochenende Ende September rund 12,5 Millionen Dollar ein und eroberte auf Anhieb Platz 1 der Kinocharts.

    Nachts im Ural: Truppeneinheiten entführen Nuklearsprengköpfe. Von Moskau bis Washington läuten die Alarmglocken, die Jagd nach dem atomaren Diebesgut über Bosnien und Österreich bis nach Dagestan und Amerika kann beginnen. Dabei bleibt die Handlung zunächst skizzenhaft und umständlich, gewinnt jedoch zunehmend an Tempo.

    An die Fersen der Terroristen heftet sich die spröde Nuklearwissenschaftlerin im Weißen Haus, Dr. Julia Kelly (Nicole Kidman). An ihrer Seite kämpft George Clooney ("Batman") als Special- Forces-Colonel Thomas Devoe. Die beiden sind ein ungleiches Paar: Neben der braven und oft hölzern wirkenden Wissenschaftlerin trumpft Clooney als verwegener "American Hero" auf. Nach langen Verwicklungen kapert er in bester James-Bond-Manier die brisante Atomladung und verhindert obendrein den Racheakt eines Serben in der Millionenmetropole New York.

    "Peacemaker" lebt neben den spannend inszenierten Action-Szenen - eine Verfolgungsfahrt in den Gassen Wiens gehört ebenso dazu wie eine "Cliffhanger"-Szene in den Bergen Dagestans - von der Präsenz Clooneys. Neben ihm erscheint Kidman streckenweise zur Statistin degradiert. Kurz ist der Auftritt von Armin Mueller-Stahl als russischer Oberst Vertikoff, von dem sich das Verfolger-Duo Informationen über den Atom-Coup erhofft.

    Freunde von unterhaltsamen Action-Filmen kommen mit "Peacemaker" voll auf ihre Kosten. Die zahlreichen politischen Anspielungen dienen lediglich als Kulisse, vor der die beiden Hauptakteure ihren Kampf gegen das Böse führen. Dennoch wagt die Regisseurin einen differenzierten Blick auf die Motive der Terroristen. So erhält der Atom-Attentäter, der im Finale an seiner Wahnsinnstat in New York gehindert wird, ein persönliches Schicksal: Seine Frau und seine Tochter sind im Bosnien-Krieg ums Leben gekommen, sein geplantes Attentat ist eine Folge dieser Tragödie.

    Die Musik zu "Peacemaker" komponierte der in Deutschland geborene Hans Zimmer, der den Thriller mal mit sakralen russischen Chören, mal mit orchestralen Passagen gelungen bereichert. 1995 erhielt Zimmer für seine Musik zum "König der Löwen" einen "Oscar".

    Von Marion Kraske, dpa

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