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  • Kritik: Verkorkster Trip in Muttis Sexclub

    ie Sektkorken knallten, als Demi Moore und der Rest der "Striptease"-Crew aus dem Kino kamen. Direkt vom Set waren sie zur "Showgirls"-Premiere gestürmt. In der Angst, "die hätten den gleichen Film gemacht wie wir", erinnert sich "Striptease"-Produzent Lobell. "Aber der hatte mit unserem nichts zu tun."

    Stimmt. "Striptease" ist keine billige Fleischbeschau. Zum einen kassierte Demi Moore für ihre Rolle 12,5 Millionen Dollar, zum anderen präsentiert sie gerade mal zwei Minuten unverhüllt ihre Wunderwerke modernen Bodybuildings. Zufrieden konnten die "Striptease"-Macher am Ende trotzdem nicht sein: Das Testpublikum lachte an den falschen Stellen und fand den düsteren Schluß abtörnend. Kurzerhand modelte Regisseur Andrew Bergman ("2 Mio. $ Trinkgeld") den Erotikthriller zur Komödie um, fabrizierte bei dem mißglückten Salto rückwärts aber nur ein Melodram mit ein paar Gags und Leichen. Denn alles dreht sich um die Ex-FBI-Sekretärin Erin Grant (Moore), die nicht nur ihren Job, sondern auch das Sorgerecht für Töchterchen Angela (Moores Tochter Rumer) verliert: Ein seniler Richter spricht es Erins Mann zu, einem drogensüchtigen Kleinganoven. Um Geld für den Revisionsprozeß aufzutreiben, jobbt Erinals Stripperin im Sexclub Eager Beaver.

    Eine Überdosis Slapstick und einen Hauch von Thrill kriegt das Mutter-Kind-Drama in dem Moment, in dem sich Erins heißblütigster Fan als erzkonservativer Senator (Burt Reynolds) entpuppt, der schon beim Gedanken an einen Strip kaum noch gerade gehen kann. Genau der Richtige, um Erins Sorgerechtsproblem zu lösen, meint ein erpresserischer anderer Stammkunde des Eager Beaver - und dümpelt wenig später leblos im Wasser. Was wiederum einen Cop (Armand Assante) auf den Plan ruft, der Erin ebenfalls helfen will... Der ganze Trubel ist nicht halb so spannend wie das Hobby des Eager-Beaver-Rausschmeißers (einziger Lichtblick: Ving Rhames): Kakerlaken in verschlossene Joghurt-Becher mogeln.

    Demi Moore: Im Gegenteil! Lange Zeit habe ich mich sehr unwohl gefühlt in meiner Haut. Ich bin in puritanischen Verhältnissen aufgewachsen und wollte davon loskommen. Vielleicht ist meine ganze Karriere ein langer therapeutischer Prozeß.

    Die haben mir schon zu schaffen gemacht, besonders beim "Unmoralischen Angebot". Bei "Striptease" geht es ja nicht wirklich ums Strippen. Vielleicht hilft der Film sogar, Vorurteile gegen Stripperinnen abzubauen.

    Sie hörte, wie wir zu Hause über "Striptease" sprachen, und wollte unbedingt mitmachen. Ich habe schließlich gesagt: O. k., du kannst vorsprechen wie alle anderen. Na ja, dann hat sie den Job großartig gemacht, die Produzenten wollten sie haben, und ich dachte mir: Was soll's, sie ist eben ganz die Mutter.

    O ja. Ich habe sie gleich gefragt, was ihr am besten gefallen hat. Sie sagte: die Sache, wo du deinen BH ausziehst.

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