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  • Kritik: Vater des ZombieFilms macht wieder Angst

    Der Vater des Zombie-Films hat wieder zugeschlagen: Beinahe 40 Jahre nachdem er das Genre mit «Die Nacht der lebenden Toten» erfunden hatte, drehte George A. Romero nun seine vierte Geschichte aus der Welt der Untoten.

    In «Land of the Dead» erleben die Zombies eine entscheidende Evolution. Sie sind nicht mehr die sturen Killermaschinen von einst, sondern sie lernen, sie raufen sich zusammen, sie kommunizieren und werden damit den Menschen immer ähnlicher. Immerhin ist ihnen der berühmte wackelnde, steife Gang geblieben. Durch die Gegend rennende Zombies wie in einem jüngsten Remake werde es bei ihm nicht geben, versprach der inzwischen 65- jährige Horror-Regisseur kürzlich «Spiegel Online».

    Wieder einmal eine Endzeit-Geschichte

    Der neue Film ist wieder einmal eine Endzeit-Geschichte. Der Rest der Menschheit hat sich hinter den Mauern einer Stadt verschanzt, während ringsherum Zombies wüten. In der Stadt, die an Manhattan erinnert, gibt es eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Die wenigen Reichen leben in dem riesigen gut geschützten Gebäudekomplex Fiddler's Green. Unten schlägt sich so gut sie kann die breite Masse durch. Die ganze Stadt wird von einem mysteriösen Mann Namens Kaufman beherrscht, in diabolischer Perfektion gespielt von Leinwand-Ikone Dennis Hopper.

    Auch die Auserwählten im Fiddler's Green Tower können sich jedoch nicht ganz von dem Schrecken der Außenwelt abkapseln: Sie brauchen Lebensmittel, Konsumgüter und Luxusartikel - und die gibt es nur außerhalb im Zombie-Land zu holen. Dafür gibt es eine Gruppe von Söldnern, die sich in einem gewaltigen gepanzerten Gefährt hinter die Stadtmauern wagen.

    Realistisch und ekelerregend wie selten zuvor

    20 Jahre waren vergangen, seit Romero seinen vergangenen Zombie- Film gemacht hat. Und den Fortschritt, den die Kinoindustrie in dieser Zeit gemacht hat, geschweige denn seit 1968 als er für 10.000 Dollar in schwarz-weiß «Die Nacht der lebenden Toten» drehte - sieht man seinem neuen Film auch an. Die Zombies und die blutigen Szenen sind realistisch und ekelerregend wie selten zuvor - es ist keine leicht verdauliche Filmkost. Make-Up-Spezialist Greg Nicotero hatte einst seinen ersten Job 1984 bei Romeros «Zombie 2» bekommen, und freute sich, alles, was er seitdem gelernt hatte, im neuen Film anzuwenden. Zudem behauptet er, alle Zombie-Filme zu kennen, die jemals gedreht wurden.

    Wie so oft bei Horrorfilmen, kann man natürlich das Drehbuch kritisch unter die Lupe nehmen und sich zum Beispiel fragen, wieso zum Beispiel jemand Werbung für Fiddler's Green machen würde, wenn alle Welt da sowieso rein will. Oder was man in dieser zusammengebrochenen Welt noch mit Geld anfangen soll. Aber dem Filmemacher selbst war eine politische Botschaft viel wichtiger. Es sei ein Fehler, zu versuchen, Terrorismus und andere soziale Probleme außerhalb der eigenen vier Wände zu ignorieren, sagt Romero. Bei den frühen Horrorfilmen sei es darum gegangen, die Ordnung wiederherzustellen und die Welt zu retten. «Der wahre Horror in meinen Filmen ist, dass die Ordnung nie wieder hergestellt sein wird.»

    dpa

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