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  • Kritik: US-Komödie "George der aus dem Dschungel kam"

    Hamburg (AP) Den deutschen Tarzan-Fans steht ein ziemlicher Schock bevor: Der neuzeitliche Held der Hollywood-Komödie "George der aus dem Dschungel kam", die am Donnerstag in die Kinos kommt, hat mit seinem berühmten Vorfahren nur wenig gemein.

    Er läßt sich in seinem Baumhaus von einer Gorilla-Dame bemuttern, und das Lianeschwingen endet regelmäßig mit dem Aufprall auf einen Baum. Der Erfinder des Ur-Tarzans, Edward Rice Burroughs, würde sich beim Anblick dieses neuen Hollywood-Dschungelhelden wohl im Grabe umdrehen.

    Die Story des Films unter der Regie des hierzulande recht unbekannten Sam Weisman ist simpel. Die verwöhnte Großstadt-Schönheit Ursula (Leslie Mann) aus San Francisco weiß nicht, ob sie sich mit dem eitlen Lyle (Thomas Haden Church) verloben soll. Bei der Suche nach einem "weißen Affen" im afrikanischen Dschungel will sie ihre Gefühle ordnen. Während der Expedition wird sie plötzlich von einem Löwen angegriffen. Retter in der Not ist George (Brendan Fraser), der als Opfer eines Flugzeugabsturzes im Urwald aufwuchs.

    Ursula zieht in Georges Baumhaus. Wenig später hat es zwischen den beiden gefunkt, und das Pärchen reist nach San Francisco. Dort hat George zwar einige Probleme mit der Zivilisation, aber als er in Tarzan-Manier einem Gleitschirm-Flieger das Leben rettet, erorbert er die Stadt im Sturm. Unterdessen versuchen Ursulas Eltern eine Verlobung zu verhindern, und daheim im Urwald wird der Gorilla entführt. Natürlich gibt es ein Happy-End, ohne das in Amerika kein Film Erfolg haben kann. Diesmal erscheint das Glück in Form einer farbenfrohen Dschungel-Hochzeit und einer Las-Vegas-Karriere für den singenden Gorilla.

    Der Tölpel-Tarzan entstammt ursprünglich einem Zeichentrick-Klassiker, der in den 60er Jahren vier Jahre lang mit großem Erfolg im amerikanischen Fernsehen lief. In den USA war die Kinoversion des tolpatschigen Dschungel-Helden der Kinohit des vergangenen Sommers. Innerhalb weniger Wochen spielte die Disney-Komödie über 100 Millionen Dollar ein.

    Ein Erfolg hierzulande ist jedoch fraglich. Kaum ein Klischee wird im Film ausgelassen. Zu platt sind die Witzchen, zu albern die Tierdialoge, zu vorhersehbar der Filmablauf. Da helfen auch die großartigen Landschaftsaufnahmen aus den hawaiianischen Regenwäldern nichts. Bei einer Voraufführung in Hamburg fiel es machen Besuchern sichtlich schwer, bis zum Ende im Kino zu bleiben. "Vielleicht gefällt es ja den Kindern", versuchte sich ein Filmkritiker zu trösten.

    Von Manfred Rolfsmeier

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