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  • Kritik: US-Flop für Stallone:

    Hamburg (dpa) - Bislang war Sylvester Stallone eigentlich nur der große internationale Erfolg beschienen, wenn er auf der Leinwand seine üppigen Muskeln spielen ließ. Neben Kassenschlagern wie der "Rambo"-Trilogie und den "Rocky"-Streifen wurden bisher nur seine spärlichen Ausflüge in die Komödie zu Flops im harten Filmgeschäft. Doch nun scheinen zumindest in den USA selbst Kraft und Spannung kein Erfolgsgarant mehr für Stallone zu sein.

    Sein neuestes Werk "Daylight", das am nächsten Donnerstag (6. Februar) in den deutschen Kinos anläuft, zählt in der Branche zu den großen Enttäuschungen des vergangenen Jahres. Der Katastrophenstreifen über einen tödlichen Wassereinbruch in einem Tunnel in New York soll rund 90 Millionen Dollar gekostet haben, blieb beim Einspielergebnis aber weit unter den Erwartungen - in den ersten drei Wochen waren es nur 20 Millionen Dollar.

    So wird die verfilmte Tunnelpanik den kommerziellen Erfolgen der Untergangsszenarien von "Independance Day" und "Twister" nicht annähernd das Wasser reichen können - aus unerklärlichem Grund. Denn im neuen Kleid kommt dieses fast klassische Desaster-Movie von Regisseur Rob Cohen äußerst fulminant und spannend daher.

    "Daylight" orientiert sich dabei stark an den Survival-Spektakeln der 70er Jahre. Ebenso wie Gene Hackman im Klassiker "Das Poseidon Inferno" eine Handvoll Überlebender aus einem gekenterten Schiff ans Tageslicht führte, versucht sich Stallone als Lebensretter für eine zwölfköpfige Gruppe, die nach einer Explosion in den Trümmern eines Tunnel eingeschlossen ist. In 105 actionbeladenden und lautstarken Minuten wird der Protagonist dabei mit pausenlosen Problemen im klaustrophobischen Kampf konfrontiert.

    Der Sprung durch das Ventilatorensystem des Tunnels wird genauso atemberaubend inszeniert wie Stallones stetes Duell mit den Gesetzen der Physik. Nach einer minutenlangen Tunnelexplosion zu Beginn des Streifens quietschen Reifen, sprühen Funken, stürzen Decken ein und steigen sprudelnd Wassermassen - und der Zuschauer zuckt im Kinosessel zusammen.

    Über einige logistische Ungereimtheiten und die durchweg eindimensionalen und austauschbaren Charaktere wird der Action-Freund dabei wahrscheinlich gnädig hinwegsehen. In diesem Ensemble macht sogar Schauspieler Stallone trotz reduzierter Mimik eine gute Figur.

    Der effektvolle Streifen hat bei aller Phantasie der Produzenten auch einen beängstigenden realen Hintergrund: Mehr als eine halbe Million Pendler nutzen täglich den Holland-Tunnel in New York als Verbindung zwischen Manhattan und New Jersey - und in den 40er Jahren soll es dort sogar zu einem ähnlichen, jedoch nicht so fatalen Zwischenfall gekommen sein.

    Von Martin Oversohl, dpa

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