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  • Kritik: Unverwüstliches Luxusweib

    ie einen feiern ihren Hochzeitstag, die andern vergessen ihn. Margaret (Cher) tut nichts dergleichen. Die frustrierte Ehefrau ist vielmehr wild entschlossen, ihrem Gatten zum 20. Ehe-Jubiläum eine makabre Überraschung zu bereiten: Mit einer geballten Ladung Tabletten will sie ihrem luxuriösen, aber glücklosen Dasein ein Ende setzen. Da steht plötzlich der Profikiller Tony (Chazz Palminteri) vor ihr und erklärt, ebenso aufbrausend wie redselig, er müsse sie umbringen - im Auftrag ihres Mannes.

    Mit diesem aberwitzigen Auftakt gibt Paul Mazursky in seiner schwarzen Komödie "Der Hochzeitstag" den Startschuß für 85 Minuten (ehe)höllisches Kinovergnügen. Wieder einmal widmet sich der Regisseur ("Zoff in Beverly Hills") der Sattheit und den Neurosen der Reichen. Hauptdarsteller Chazz Palminteri hat dazu aus seinem eigenen Theaterstück ein vor Wortwitz sprühendes Drehbuch geschnitzt: Die lebensmüde Schöne und der Killer brennen ein Feuerwerk geistreicher Dialoge ab, das neuen Zündstoff erhält, als plötzlich Margarets Mann Jack (Ryan O'Neal) auftaucht...

    In ihrer ersten Kinohauptrolle nach sechs Jahren Leinwandpause glänzt Cher durch amüsantes Minenspiel - zwangsläufig, denn der Rest ihres zeitlosen Körpers bleibt lange an einen Stuhl gefesselt. Palminteri und O'Neal bieten ihr als wuseliger Killer und fader Fiesling souverän Paroli. Und wenn Margaret ein Gesetz gegen 21jährige, vollbusige Blondinen fordert, Gatte Jack ohne Ferrari zum hilflosen Kleinkind mutiert und Killer Tony zum x-ten Mal mit seinem Psychoanalytiker (Mazursky in einer Minirolle) telefoniert, wird klar: Hier hat jeder seine Macke. Eine höchst unterhaltsame.

    Copyright: TV TODAY, 1996

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