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  • Kritik: UnterwasserOde an das Kindlichsein

    Er lebt in einer Ananas tief auf dem Meeresgrund, brät Burger im Fast-Food-Lokal einer gierigen Krabbe, berauscht sich mit Eiskrem, und sein bester Freund ist ein plumper roter Seestern: Willkommen in der Welt von Spongebob, einer TV-Kultfigur, die es auf die Kinoleinwand geschafft hat.

    Der quirlige gelbe Schwamm mit der rechteckigen Hose, der sich stets wie ein naives, emotionsgeladenes Kind benimmt und lustige bis bizarre Abenteuer erlebt, eroberte nicht nur Kinderherzen. Ein Drittel der ständigen Zuschauer bei diesem Feuerwerk der entfesselten Kindlichkeit sollen Erwachsene sein.

    Da in den Film ungefähr sieben gewöhnliche Fernsehepisoden passen würden, mussten sich Spongebob-Erfinder Stephen Hillenburg und sein Team auch eine größere Geschichte einfallen lassen. Darin hat sich Plankton, der winzige, grüne, einäugige Erzfeind von Spongebobs Arbeitgeber Mr. Krabs, einen neuen Plan ausgedacht, wie er endlich an das wohlbehütete Rezept der berühmten Krabben-Burger kommen kann.

    So verschwindet eines Tages die Krone des Unterwasser-Königs Neptun, und Mr. Krabs wird geschickt die Schuld in die Schuhe geschoben. Nun liegt es allein an Spongebob und seinem Seestern- Freund Patrick, Mr. Krabs zu retten und nebenbei die Welt- oder besser Seeherrschaft Planktons zu verhindern. Dabei versuchen die beiden, sich endlich wie erwachsene Männer zu benehmen. Klar, dass das schief geht, spätestens, wenn die beiden entdecken, dass man mit dem Seifenspender auf der Herrentoilette Blasen produzieren kann.

    Spongebob-Erfinder Hillenburg war - ungelogen! - Meeresbiologe. Doch seine zweite Leidenschaft, die für Cartoons, war irgendwann stärker, und so wurde Spongebob geboren. Mit einer Handvoll Mitstreiter erfindet und zeichnet Hilleburg die verrückten Abenteuer des Schwamms selbst. Deshalb hat es in den vergangenen zwei Jahren wegen der Arbeit am Film nur vereinzelte neue TV-Episoden gegeben. Die Zeit war es wert: Während die ganze Welt nach mehreren Disney- Flops vom Ende der traditionellen gezeichneten Animation spricht, spielte der Film in den USA allein in den ersten Wochen rund 80 Millionen Dollar ein und schlug sich dabei gegen computeranimierte Hits wie «Die Unglaublichen» und «Der Polarexpress».

    Sein Film habe definitiv eine Botschaft, sagte der 43-jährige Hillenburg in einem Interview: «Es ist in Ordnung, kindisch zu sein. Egal, wie alt man ist.»

    dpa

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