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  • Kritik: Trevor Heston setzt Natur und Abenteuer für Kinder und Jugendliche eindringlich in Szene

    Frankfurt (AP) "Flocke" ist ein knuddeliger Teddy. Er ist umso liebenswerter, weil finstere Wilderer seiner Mama das Fell über die Ohren gezogen haben. Auch Sean und Jessie haben ihre Mama verloren. Was liegt also näher, als daß Junge, Mädchen und Eisbärjunges in der Wildnis von Alaska zusammenfinden und gemeinsam alle Abenteuer meistern. Trevor Heston, der Sohn des berühmten Charlton Heston, hat die märchenhafte Geschichte verfilmt, die anknüpft an eine Tradition von Abenteuerfilmen mit menschelnden Tieren und großartiger Natur.

    Die Natur ist in "Alaska" (Kinostart 26. September) allerdings mehr zu als nur die großartige Kulisse. In Hestons Film geht es auch um die Rolle des Menschen in der Natur. Sie stellt eine unerbittliche Herausforderung dar, die zur Prüfung wird. "Alaska" ist ein Film für Kinder und Jugendliche - und Heston bedient sich einfacher, niemals aufdringlicher Bilder.

    Ein Abenteuer wäre kein Abenteuer, wenn es für den Helden nicht auch eine Reise zu sich selbst wäre. So ist es Sean, der vom aufsässigen Großstadt-Kid zu einen verantwortungsbewußten jungen Mann reift - mit Hilfe seiner jüngeren Schwester und der anhänglichen "Flocke". Aber vor allem mit Unerstützung seines indianischen Lehrmeisters Ben, der ihn die geheimnisvolle Beziehungen zwischen Mensch und Natur einweiht.

    Die Hauptdarsteller Thora Birch (Jessie), die bereits in "Das Kartell" mitspielte, Vincent Kartheiser (Sean) und das Bärenjunge "Agee" (Flocke) absolvierten ein umfangreiches Training vor den eigentlichen Aufnahmen. Kanufahren, Klettern, Schwimmen im eisigen Wasser stand für die Menschen auf dem Programm, Dressur für "Agee", die eigentlich aus einem schwedischen Zoo stammt und der erste Eisbär ist, der je in einem Film wirklich mitspielte. "Niemand hat jemals versucht, einen Eisbären zu dressieren. Also wußten wir nicht, was wir zu erwarten hatten", berichtete Tiertrainer Mark Weiner. Glücklicherweise habe sich aber herausgestellt, daß "Agee" viel gelehriger war als etwa ein Hund.

    In "Alaska" sind die Guten wirklich gut, die Bösen nicht wirklich böse, sondern hoffnungslos altmodisch. Zynisch ist Charlton Heston als ehemaliger Großwildjäger Perry) oder einfach dumm sein Gehilfe Koons. Geschossen wird kaum, die Actionszenen und die Spezialeffekte sind erfrischend unspektakulär - und echt natur.

    Von AP-Korrespondent Frank Leibiger

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