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  • Kritik: Toller Käfer hat noch viel Charme

    36 Jahre ist es her, dass ein legendärer VW-Käfer namens �Herbie� mit menschlichen Zügen und technischen Tricks zum ersten Mal die Sympathien der Kinogänger gewonnen hat. Nach etlichen Fortsetzungsabenteuern in den 70er und 80er Jahren hat Disney den �Liebes-Käfer� ganz neu aufgetankt und den Platz hinterm Steuer mit Jungstar Lindsay Lohan attraktiv besetzt:

    Ein Spaß für die Familie - und als Mega-Product-Placement sicherlich Labsal für den zur Zeit von Skandalen geplagten Volkswagen-Konzern. �Herbie: Fully Loaded� (Herbie: vollgetankt) erfreut mit einer gut ausbalancierten Mischung aus Action, Spaß und Charme. Die digitalen Effekte unterstützen den Charakter des Hauptdarstellers, der mit seinen kugelrunden Scheinwerfern ganz betörend flirten kann. Bei der Nachbearbeitung am Computer büßte freilich auch die 19-jährige Lohan (�Freaky Friday�) ein paar Zentimeter Oberweite ein, weil sie nach ersten Testvorführungen in den USA als zu sexy eingestuft wurde. Die Strategie der Disney-Bosse zielt wirklich bis ins Detail aufs arglose Familienpublikum.

    Die Fortsetzung der �Herbie�-Abenteuer beginnt ganz konsequent - auf dem Schrottplatz. Der alte Käfer hat den Zackengreifer der Metallpresse im Blick, er weint ölige Tränen, seine lackierte Haut ist verbeult und staubig. Doch dann betritt Maggie Peyton (Lohan), die begabte Tochter eines früheren Rennfahrers (Michael Keaton), die Szene. Zunächst sieht es gar nicht so aus, als könne sich der Auto- verrückte Teenager für �Herbie� begeistern. Maggie ist enttäuscht, weil ihr Vater ihr zum Schulabschluss kein richtig schickes Auto spendiert und sie streng von ihrer Passion, dem Rennsport, fern hält. Erst nachdem �Herbie� auf seine Art auf sich aufmerksam gemacht hat, beginnt zwischen dem Schrotthaufen und der Autonärrin eine wundervolle Freundschaft.

    Maggies Kumpel ist ein genialer Mechaniker und bringt die alte Karre auf Vordermann. Schnell wird klar: Das ist kein normales Auto, �Herbie� hat das Herz eines Siegers und er macht, was er will. Und mit Maggie am Steuer rast er gegen alle Widerstände sogar zum le

    gendären NASCAR-Autorennen, der heißesten Wettfahrt in den USA. Aber Maggie darf sich dort eigentlich nicht blicken lassen. Sie soll studieren, meint der Vater. Nur ihr Bruder darf Rennen fahren. Als �Max�, unter dem Integralhelm nicht zu erkennen, wagt sich Maggie doch unter die Kerle auf der Piste - und kämpft eine ganz private Fehde gegen den arroganten NASCAR-Star Trip Murphy (Matt Dillon).

    Angesichts der Special-Effekt-Schlachten, die derzeit auch in vielen Filmen des Genres �Family Entertainment� geschlagen werden, wirkt �Herbie� in der Regie von Angela Robinson vergleichsweise dezent, was dem Unterhaltungswert durchaus nicht schadet. Die Story stützt sich auf die guten alten Werte von Familiensinn und Freundschaft, die Autotouren sorgen für schöne Action und nur vorsichtig keimt auch ein bisschen junge Liebe auf. Doch dass sich Maggie als Max verkleiden muss, um ihren Weg zu gehen, wirkt im 21. Jahrhundert doch etwas antiquiert.

    dpa

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