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  • Kritik: TKKGDetektive erobern die Leinwand

    Ein bisschen sind Tim, Klößchen, Karl und Gaby zu beneiden. Seit mehr als 25 Jahren sind sie nun schon im Teenager-Alter, treten für ihre Ideale ein und erleben als Hobbydetektive ständig aufregende Abenteuer.

    «TKKG» nennen sich die vier Freunde aus der gleichnamigen Jugendbuchreihe, die mit 106 Bänden und mehr als 14 Millionen verkauften Exemplaren zu den Bestsellern des Genres gehört. Hinzu kommen mehr als 30 Millionen verkaufte Hörspiele. Nun sind die neugierigen Freunde auch im Kino zu bewundern. «TKKG - Das Geheimnis um die rätselhafte Mind-Machine» heißt der Film unter Regie von Tomy Wigand. Die Geschichte über die Suche nach mehreren verschwundenen Kindern ist ein solider Jugendfilm ohne große Überraschungen, der aber dennoch dank seiner guten Darsteller spannend ist und keine Langeweile aufkommen lässt.

    Unter den Kindern, die wie vom Erdboden verschluckt sind, ist auch Kevin (Hauke Diekamp). Der elternlose Junge hat gerade eine computergesteuerte Mind-Machine erfunden, die die Lernfähigkeit des Gehirns enorm verbessern soll. Gabys Vater Kommissar Glockner (Jürgen Vogel - «Der freie Wille») ist an den Ermittlungen in den Vermisstenfällen beteiligt und gar nicht begeistert vom Treiben seiner Tochter und ihrer Freunde. Doch abhalten kann er sie nicht. Auf der Suche nach Kevin und den anderen kommen die vier Freunde und der kleine Mischlingshund Oskar auf die Spur eines bizarren Menschenexperiments mit monströsen Computern und geraten selber in große Gefahr. Im Verdacht haben die vier bei ihren Ermittlungen auch ihren Biologielehrer (Ulrich Noethen - «Bibi Blocksberg»).

    1992 gab es bereits den TKKG-Film «Drachenauge», der mehr Action und weniger Gefühle zeigte. «Das ging natürlich zu Lasten der ruhigen Momente, wo es menschelt, wo man in das Innenleben der Person blicken kann», meint TKKG-Autor Rolf Kalmuczak, der unter dem Pseudonym Stefan Wolf alle Bände und Hörspiele von TKKG geschrieben und damit eine riesige Fangemeinde erobert hat. Auf den Film wirkt sich die reduzierte Action positiv aus. Viele gewichtige Themen kommen zur Sprache, wenn auch oft nur kurz: Freundschaft, Tod, Einsamkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Technik. Nur am Ende kommt es zum großen Show-down in James-Bond-Manier mit viel Dampf, Explosionen und Funkenflug.

    Wer beim Lesen oder Hören der TKKG-Abenteuer bislang seine eigene Vorstellung von den Freunden hatte, muss sich an die Filmgesichter gewöhnen. Doch schwer fällt das nicht - spielen die Hauptdarsteller doch sehr überzeugend und mit großem Einsatz. Den Anführer Tim spielt Jannis Niewöhner, ein smarter 14-Jähriger mit kunstvoll strubbeligem Haar und lässiger Art. Jonathan Dümcke ist das schlaue Computergenie Karl, Lukas Eichhammer spielt Klößchen und Svea Bein ist die pfiffige und manchmal etwas besserwisserische Gaby.

    Bei den Dreharbeiten wurden sie von Privatlehrern unterrichtet, während ihre Mitschüler die Schulbank drückten. Neid und Missgunst blieben da nicht aus. «Meine Freunde reagieren gut darauf, aber es gibt einige, die immer doofe Bemerkungen machen», sagt Svea, die trotzdem ihren Traumberuf weiterverfolgen will. Auch die drei Jungs wollen weiter schauspielern, allerdings nicht zum Mädchenschwarm avancieren. «Wir wollen auf keinen Fall, dass sich Mädchen in uns verlieben, weil wir in einem Film mitgespielt haben», sagt Jannis. Zumindest für Jannis und Svea dürfte es jedoch schwierig werden, dem Starrummel zu entgehen. Schließlich sind beide im kommenden Frühjahr erneut im Kino zu sehen - diesmal für eine zweite Verfilmung der ebenfalls hoch beliebten Jugendbuchserie «Die wilden Hühner».

    Von Cordula Dieckmann, dpa

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