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  • Kritik: Theorien über "Nirvana"-Sänger Cobain

    War es Mord? Um diese Frage dreht sich alles in dem Film "Kurt und Courtney" über den legendären Rockstar Kurt Cobain. Fünf Jahre nach dem Tod des "Nirvana"-Sängers schürt die Dokumentation des britischen Regisseurs Nick Broomfield die immer wieder aufflammenden Verschwörungstheorien, Ehefrau Courtney Love habe Kurt umbringen lassen.

    Ob der 27jährige Cobain sich am 5. April 1994 in Seattle im Kokain-Rausch selbst eine Kugel in den Kopf jagte oder erschossen wurde, darauf gibt der Film jedoch keine Antwort. Am Donnerstag (25.2.) kommt das Porträt über Cobain in die deutschen Kinos.

    Bei seinem Start im vorigen Jahr hatte "Kurt und Courtney" für heftige Furore gesorgt. Die Schauspielerin und Rockmusikerin Courtney Love erreichte mit Hilfe ihrer Anwälte, daß die Veranstalter des US- Sundance Film Festivals den Film kurzfristig aus dem Programm strichen. Der deutsche Filmverleih "movienet film" in München blieb bisher nach eigenen Angaben "unbehelligt" von Loves Anwälten.

    Cobain war mit seiner Band 1991 berühmt geworden. Sein Grunge-Song "Smells like teen spirit" wurde zur Hymne der desillusionierten "Generation X". Cobain, der sich in exzessiven Drogenkonsum flüchtete, drückte Frust und Ängste in seiner Punkrock-Musik aus. Sein tragischer Tod löste unter Jugendlichen Bestürzung aus.

    Auf Cobains Musik müssen die Zuschauer der Dokumentation allerdings verzichten. Die Plattenfirma, die die Rechte an den "Nirvana"-Songs besitzt, hat es Broomfield untersagt, auch nur einen Ton einzuspielen. Übrig bleibt eine teilweise zähe Dokumentation, die nicht die Qualität von Broomfields früheren Filmen - etwa über die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher - erreicht.

    Als Reporter klappert Broomfield die Orte ab, an denen Cobain gelebt hat, und interviewt Freunde, Familie und Bekannte des Paares - weitgehend skurrile Charaktere aus der Undergroundclubszene von Portland und Seattle. Die Befragten listen Indizien auf, die für einen von Courtney eingefädelten Mord sprechen könnten: So wollte Kurt sich nachweislich von seiner Frau scheiden lassen, die Polizei fand keine Fingerabdrücke auf der Todeswaffe, Kurt hatte eine mehrfach tödliche Dosis Heroin im Blut und der Abschiedsbrief könnte zum Teil eine Fälschung sein. Der zwielichtige Ex-Punksänger "El Duce" beschuldigt Courtney gar, ihm 50.000 Dollar geboten zu haben, wenn er Kurt "niedermache".

    "Ich wollte Courtney nicht negativ präsentieren", sagt Regisseur Broomfield. Der Film sollte eine Huldigung an Cobain werden, den er "unwahrscheinlich bewundert" habe. Aber bei dem Versuch, seinen Tod zu kommentieren, habe Cobains Witwe so enormen Widerstand geleistet, daß er nicht gründlich habe recherchieren können. So sei der Film zu einem Dokument geworden, wie die Hollywood-Schauspielerin den Film zu verhindern versuchte.

    Bettina Weiguny, dpa

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