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  • Kritik: Thema Nr 1: Jungs

    Sie sind so unterschiedlich wie die Spice Girls, aber die fünf Mädchen in der deutschen Teenie-Komödie "Freundinnen und andere Monster" beschäftigen sich mit Musik nur am Rande. Das einzige wirklich wichtige Thema sind für sie die Jungs. Das quicklebendige Quartett an Katjas (Wolke Hegenbarth) Schule nennt sich Fun Gang.

    Für eine Neue, die noch dazu vom Land kommt, stehen die Chancen eher schlecht, in diesen Kreis aufgenommen zu werden. Man kann sich an fünf Fingern abzählen, daß Katja genau das gelingt. Allerdings mit einem kleinen Haken: Solange sie keine "richtige" Frau ist, bleibt sie nur Mitglied auf Probe.

    Das "erste Mal" ist natürlich ein delikates Thema, das im Spielfilmdebüt der jungen deutschen Regisseurin Mika Kallwass sensibel behandelt wird. Vor dem Happy-End gilt es einige Hürden zu überwinden. Bei der Auswahl des männlichen Versuchsobjekts stehen die neuen Kameradinnen Katja selbstverständlich beratend zur Seite. Ihr Verschleiß ist hoch: Der eine ist zu forsch, der andere nicht helle genug und der dritte zu ängstlich. Hilfsbereit wie echte Freundinnen nun mal sind, einigen sich Doro, Nic, Miriam und Anika darauf, mit dem Hunderter aus ihrer gemeinsamen Kasse Katja zu einem One-Night- Stand zu verhelfen. Als Anika (Ivonne Schönherr) allerdings hört, daß ausgerechnet ihr heimlicher Schwarm Marc der "Callboy" sein wird und der sich auch noch in Katja verliebt, spinnt sie eine gemeine Intrige.

    Die Zielgruppe für diesen Film ist klar begrenzt: Mädchen im Pferdenarren-Alter, die beginnen, sich für das andere Geschlecht zu interessieren. In den letzten Jahrzehnten orientieren sich Jugendliche verstärkt an der Clique, die als Ersatzfamilie von großer Bedeutung ist und deren Stellenwert nur noch von der ersten Liebe übertroffen wird. Die thematische Brisanz von "Freundinnen und andere Monster" steht damit außer Frage. Die einzelnen Mädchentypen wirken echt, und das Lebensgefühl der 90er fangen Mika Kallwass und ihr Kameramann adäquat ein. Ein maßgeschneiderter Film, der Tiefgang vermissen läßt, sich aber als unterhaltsamer Zeitvertreib eignet.

    Silvia Seipel, dpa

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