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  • Kritik: "The Big Lebowski"

    Ihr Film "Fargo" ist inzwischen Kult, jetzt haben die Brüder Joel und Ethan Coen wieder zugeschlagen: "The Big Lebowski" mit Jeff Bridges in der zotigen Hauptrolle hat bereits das diesjährige Berlinale-Publikum zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Denn endlich durfte wieder laut gelacht werden. Zum dritten Mal haben die Coens nach "Rising Arizona" und "Fargo" eine skurille Entführungsgeschichte verfilmt. Bereits seit 13 Jahren produzieren sie zusammen Thriller und Komödien mit pechschwarzem Humor.

    Jeff Bridges spielt Jeff Lebowski, genannt "The Dude". Aus dem englischen übersetzt heißt "Dude" so etwas wie "Kerl". Mit dem Slangbegriff werden unter anderem Männer charakterisiert, die gerne in Kneipen herumhängen - und das paßt ganz hervorragend zum Filmhelden und seiner Leidenschaft für Bowling.

    Lebowski ist der wohl trägste Mensch von Los Angeles. Während am anderen Ende der Welt der Golfkrieg tobt, lebt der Alt-Hippie geistig noch immer in den Siebzigern. Er hört Walgesänge in der Badewanne und legt nur selten den Joint aus der Hand. Seine einzige Beschäftigung ist das Bowling zusammen mit seinem Freund Walter, den John Goodman ("Ein Fall für die Borger", "King Ralph") furios als leidgeprüften Vietnam-Veteranen spielt. Doch dann wird Lebowski wegen einer Verwechslung in einen vermeintlichen Entführungsfall verwickelt und die seltsamen Figuren des Films drehen so richtig auf.

    "Es gibt keinen tieferen Sinn in dem Film", sagt Ethan Coen. Der Streifen lebt deshalb vor allem von den herrlich komischen und bis ins letzte Detail liebevoll ausgeschmückten Charakteren. Für "The Big Lebowski" stand den Brüdern ein Budget von umgerechnet 45 Millionen Mark zur Verfügung. "Sehr viel für unsere Verhältnisse." Doch der Aufwand hat sich gelohnt. Zusammen schrieben die Brüder das Drehbuch, Joel Coen führte offiziell Regie, der drei Jahre jüngere Bruder Ethan gilt als Produzent, doch eigentlich machen beide alles zusammen.

    "Die gemeinsame Arbeit ist sehr produktiv", sagt Joel Coen. "Wir sind auch beide auf dem Set und wenn jemand eine Frage stellt, antwortet derjenige, der gerade in der Nähe ist." Ihren Filmhelden Lebowski lassen sie in Aktion treten, um als Vermittler und Geldkurier einem Millionär gleichen Namens zu helfen. Das geht natürlich gründlich schief, vor allem als sich Bowling-Kumpel Walter einmischt und das Lösegeld für die Millionärsgattin einstecken will.

    Auch Fans visueller Extravaganzen kommen in "The Big Lebowski" voll auf ihre Kosten. Einmal fliegt "The Dude" wie Superman durch die Nacht und fliegende Teppiche kreuzen seinen Weg. Besonders grandios ist aber eine Szene, in der die Kinozuschauer die Welt endlich einmal aus der Sicht einer Bowlingkugel betrachten können.

    Elke Vogel, dpa

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