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  • Kritik: Teenager-Thriller mit Babyspeck-Charme

    Ben Cronin (Jesse Bradford) ist der Prototyp eines aussichtsreichen Kandidaten für ein College-Stipendium. Er ist der talentierteste Schwimmer an seiner High-School. Zudem sieht er gut aus und hat in Amy (Shiri Appleby) eine ebenso attraktive wie treue Freundin.

    Dabei ist Ben nicht etwa das gehätschelte Kind einer reichen Familie. Für seinen Erfolg trainiert er täglich hart in der Schwimmhalle, paukt den Schulstoff und jobbt nebenher in einem Krankenhaus. Dafür bewundern ihn seine Mitschüler. Doch dann lässt er sich auf einen folgenreichen Seitensprung mit der neuen Mitschülerin Madison (Erika Christensen) ein. Und die will sich nach dem One-Night-Stand nicht abservieren lassen und verwandelt Bens Leben in einen Alptraum.

    "Verhängnisvolle Affäre" in der Teenie-Version

    Regisseur John Polson hat mit "Swimfan" eine Teenagerversion von "Eine Verhängnisvolle Affäre" auf die Leinwand gebracht. Wie in dem Thriller von 1987 mit Michael Douglas und Glenn Glose entpuppt sich die Verführerin als Psychopathin. Je deutlicher Madison von Ben abgewiesen wird, desto stärker entfaltet die Blondine mit dem Babyspeck-Charme eine zerstörerische Energie. Erst mit fiesen Tricks, dann mit Mord, ruiniert sie Bens Ansehen und Karriereaussichten. Im Krankenhaus wird er wegen eines vermeintlichen Fehlers gefeuert. Vor einem entscheidenden Schwimmwettkampf ist sein Doping-Test positiv. Und zu allem Übel bekommt auch noch seine Freundin Amy (Shiri Appleby) Wind von Bens verhängnisvollem Fehltritt.

    Spannung und Erotik bleiben in "Swimfan" leider auf der Strecke

    Spannung und Erotik bleiben in "Swimfan" leider auf der Strecke, und auch die Handlung ist zu simpel konstruiert. Ohne eine überraschende Wendung steuert der Film schon nach wenigen Minuten auf sein vorhersehbares Ende zu. Der Blümchen-Sex ist so öde wie die Dialoge flach sind. Auch die gegensätzlichen weiblichen Charaktere überzeugen nicht. Madison: obsessiv, ruchlos und gefährlich. Dagegen Amy lieb, anhänglich und vertrauensvoll. Sie gibt ihrem Freund Rückhalt im Leben, das Madison mit Gewalt an sich reißen will. Dabei ist Madisons Strategie zu durchschaubar.

    Auch die Rolle des Ben Cronin vermag nicht zu begeistern, was aber mehr auf das dürftige Drehbuch von Phillip Schneider zurückzuführen ist als auf die schauspielerische Leistung von Jesse Bradford. In den USA avancierte Swimfan zur Nummer 1 des Boxoffice. Auf die Reaktion der deutschen Teenager darf die Kinowelt gespannt sein.

    Michael Winckler, ddp

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