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  • Kritik: Teenager-Märchen wird wahr

    Seit 1995 ist Colin Firth zumindest in Großbritannien ein viel umschwärmter Frauenliebling: Seine Rolle als Mr. Darcy in der BBC-Verfilmung "Stolz und Vorurteil" machte ihn berühmt. Sechs Jahre später spielte er den Mr. Darcy noch einmal, diesmal neben Renée Zellweger im Kinofilm "Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück", und spätestens seit diesem Zeitpunkt wissen Frauen weltweit: Britische Korrektheit gepaart mit Schüchternheit und trockenem Humor ist durchaus ein Rezept für Sexappeal mit Niveau.

    Schon deshalb ist Colin Firth in "Was Mädchen wollen" sehr gut aufgehoben. Der Brite gibt der märchenhaften Teenager-Komödie das gewisse Etwas, das womöglich auch Über-15-Jährige gern sehen werden.

    Mit traumhaften Liebesfilmen hat Produzentin Denise Di Novi schon Erfahrung gesammelt, so gehört unter anderem "Message In A Bottle" zu ihrer Filmografie. Regisseurin Dennie Gordon machte vor allem als TV-Regisseurin auf sich aufmerksam (unter anderem für "Ally McBeal", "Dawson's Creek", "Practice"), bevor sie mit "Joe Dreck" ihr Spielfilmdebüt gab.

    In "Was Mädchen wollen" dreht sich nun alles um die 17-jährige Daphne (Amanda Bynes). Aber die eigentliche Geschichte beginnt schon viel früher: Sie handelt von Daphnes verliebten Eltern Libby (Kelly Preston) und Henry (Colin Firth), die sich jung und ungestüm und allen Konventionen zum Trotz in der Sahara verlieben und heiraten. Zurück in Henrys aristokratischer britischer Heimat sträubt sich die Familie gegen das Hippie-Mädchen, das - mittlerweile schwanger - zurückkehrt nach New York, um dort ohne Henrys Wissen ihre gemeinsame Tochter großzuziehen.

    Diese lebt nun mit dem Gefühl, ein wichtiger Teil von ihr würde fehlen - und macht sich eines Tags spontan auf den Weg nach London, um ihren Vater zu suchen. Der - inzwischen bekannter Politiker und mit einer zickigen, aber standesgemäßen Frau verlobt - nimmt Daphne in den Kreis seiner Familie auf. Doch auf dem Weg zum unausweichlichen Happy End müssen alle Beteiligten Opfer bringen.

    So wird die Hauptfigur vom wilden und selbstbewussten Teenager in eine brave Debütantin verwandelt, die dem Stand ihres Vaters gerecht werden muss. Der wiederum hat Prioritäten zu setzen, was sein privates Leben und seine Karriere angeht. Ein bisschen Aschenputtel hier, ein wenig kleiner Lord dort. Am Ende kommt alles so, wie gleich zu Beginn erwartet. Aber das war ja bislang in keinem Märchen anders.

    Alexandra Pilz, ddp

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