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  • Kritik: Teenager-Komödie

    Kat ist der Schrecken ihrer High School. Sie hasst Jungs, ist aggressiv, pampig und unverschämt. Ihr sind all die Romanzen, Balzrituale und Turteleien unter ihren Mitschülern zuwider. Kaum zu glauben, dass die schöne, flirtwillige Bianca ihre jüngere Schwester ist.

    Die charmante Schöne will mit dem umschwärmten Sonnyboy Joey ausgehen. Allerdings gibt es dabei ein Problem: Sie darf nach dem Willen ihres alleinerziehenden Vaters erst ein Date haben, wenn auch Kat von einem Jungen eingeladen wird. Bianca ist verzweifelt, denn niemand - so fürchtet sie - will mit ihrer kratzbürstigen Schwester etwas zu tun haben.

    Als Retter aus dieser Misere erweist sich Cameron, der ebenfalls für Bianca schwärmt. Er kommt auf die zündende Idee, jemanden für ein Treffen mit dem Enfant Terrible der Schule zu bezahlen. Seine Wahl fällt auf Patrick Verona, der - wie es heißt - schon im Zuchthaus gesessen, einen Kampfhund erwürgt und einem lebenden Huhn den Kopf abgebissen hat.

    Also genau der Richtige, um die harte Nuss Kat zu knacken. Doch die ersten Flirtversuche des angeheuerten Verehrers wider Willen scheitern kläglich. Irgendwann muss aber selbst Kat erkennen, dass der hartnäckige Patrick gar nicht so schlimm ist, wie es ihr anfangs erschien.

    Es sind keine hellseherischen Fähigkeiten nötig, um vorauszusehen, wie sich die Story entwickelt. Durchaus gewollt sind dabei Ähnlichkeiten mit Shakespeares Bühnenklassiker "Der Widerspenstigen Zähmung". Nur wurde die Handlung in die Moderne verlegt, und die Protagonisten sind amerikanische Teenager, ergibt die Neuzeit-Version des Shakespeare-Stücks und heißt "10 Dinge, die ich an dir hasse".

    Die Komödie von Regisseur Gil Junger lebt von spritzigen Dialogen und einer Handlung, wie sie die Traumfabrik am Fließband produziert: Eine vermeintlich zickige Außenseiterin wird von einem smarten Jungen - sei es wegen einer Wette oder gegen Bezahlung - angemacht und entpuppt sich schließlich als nettes, durchaus sehenswertes Mädchen, das langsam seinen Panzer aus Angst, Frustration und Unsicherheit fallenlässt. Es ist noch nicht lange her, da kam er Film "Eine wie keine" mit einem ganz ähnlichen Strickmuster in die Kinos.

    Aber offenbar ist es gerade das, was die Zuschauer sehen wollen: Eine Komödie mit wenig Tiefgang, dafür aber jeder Menge coolen, witzigen Sprüchen, schönen Darstellern mit ihren Liebesproblemen, ein bisschen Kitsch und natürlich einem Happy-End. Und genau diesen Anspruch erfüllt der Film. Wer mehr von einem Kinoabend erwartet, sollte besser einen anderen Film wählen.

    Susann Huster, AP

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