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  • Kritik: "Tarantula" lässt grüßen

    Kaum ist der Wirbel um den Kino-Kassenschlager "Spiderman" abgeflaut, kommt schon wieder ein neuer Film mit Spinnen- Motiv in die Kinos: "Arrac Attack - Angriff der achtbeinigen Monster".

    "Arac Attack", produziert in der Trickschmiede von Roland Emmerich ("Independence Day", "Godzilla"), beruft sich auf eine lange Tradition der Spinnen-Spektakel im Kino - von "Arachnophobia" (1990) über "Angriff der Riesenspinne" (1975) bis hin zu "Tarantula" (1955).

    Allein erziehende Mutter im Kampf gegen Ekelspinnen

    Opfer des Spinnenhorrors ist diesmal es Mal eine verschlafene Kleinstadt in Arizona. Die Achtbeiner entkommen in Massen der Spinnenfarm eines Forschers und nehmen Riesengröße an, nachdem sie einen durch illegal abgeladenen Gift-Müll verseuchten Tümpel durchquert haben. Die ewig hungrigen Monsterspinnen machen sich daraufhin in der ehemaligen Bergarbeiterstadt über so ziemlich alles her, was ihnen ins Netz geht, von der Hauskatze über Straußenvögel in einer Zuchtfarm bis zu den Dorfbewohnern selbst. Actionreicher und grausiger Höhepunkt ist eine wilde Verfolgungsjagd, bei der es Springspinnen auf mehrere jugendliche Moto-Crossfahrer abgesehen haben.

    Als Retter in der Not erweisen sich der gut aussehende Sohn des Minenbesitzers, Chris McCormick (David Arquette), und der ebenso schöne weibliche Sheriff des Dorfes, Sam Parker (Kari Wuhrer), allein erziehende Mutter von zwei Kindern, die gemeinsam mit einem durchgeknallten Radiomoderator (Doug E. Doug) und dem sympathischen Hilfssheriff Pete Willis den Kampf gegen die Monster aufnehmen. Es kommt zum dramatischen Showdown in einem der Minenstollen, wo sich einige der Achtbeiner eingenistet haben.

    Weckruf für ein "schlafendes Genre"

    Filmregisseur Ellory Elkayem weiß, warum Spinnen die Menschen so faszinieren und gleichzeitig zu gruseligen Fantasien anregen. "Sie können aus dem Nichts auftauchen, und plötzlich krabbeln sie direkt über deinem Kopf umher oder an deinem Bein entlang." Das Verhalten und Aussehen der Science-Fiction-Spinnen sind in "Arac Attack" ihren natürlichen Vorbildern nachempfunden. Die Hauptdarsteller Tarantel, Springspinne oder Schwarze Witwe sehen bis auf die Größe exakt wie ihre Originale aus, sie verfügen aber nicht über Monsterzähne oder Cybergift. "Du könntest mit diesen Film-Spinnen im Prinzip machen was du willst, aber ich fand es interessant, nur ihre Größe zu verändern, nicht aber ihre sonstigen Merkmale", sagt Elkayem."

    Die erfahrenen Produzenten Emmerich und Dean Devlin setzten bei "Arac Attack" auf den Neuling Elkayem aus Neuseeland, der mit einem erfolgreichen Kurzfilm "Larger than Life" das Riesenspinnen-Thema wieder aufgegriffen hatte. "Ellorys Kurzfilm zeigte bei uns die richtige Wirkung, und wir wussten, wir könnten damit ein schlafendes Genre wiedererwecken", so Devlin. Gemeint sind die billig produzierten B-Film-Thriller der 50er und 60er Jahre wie "Tarantula", die im Nachhinein Kultstatus erhielten.

    Gelungene Hommage

    Die Hommage an dieses Genre ist den Filmemachern gelungen. Das eigentlich abgegriffene Thema der Riesenungeheuer wird mit der nötigen Portion Humor, sehenswerten Special-Effects und den gehörigen Gruselelementen veredelt. Der ängstliche Zuschauer wird sich schnell die Augen zuhalten müssen, wenn etwa aus dem Munde eines der Opfer eine dicke schwarze Babyspinne gekrabbelt kommt. Die Sprüche des verrückten Radiomoderators Harlan oder die gelegentliche Tapsigkeit der feingliedrigen Spinnentiere sind für derartige Schockerszenen der willkommene Ausgleich.

    Almut Cieschinger, dpa

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