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  • Kritik: SuperheldenKino mit fantastischen Spezialeffekte

    Der gefährlichste Gegner eines Superhelden sind seine eigenen Schwächen - jetzt ist es an der Zeit für Spider-Man, dieses ungeschriebene Gesetz des Comic-Universums am eigenen Leib zu erfahren.

    Im neuen, dritten Teil der «Spider-Man»-Saga legt sich eine seltsame schwarze Substanz um das rot-blaue Kostüm des Spinnenmanns. Ihre Energie macht den neuen, schwarzen Spider-Man zwar schneller, wendiger und stärker als je zuvor. Allerdings hebt sie auch die dunkle Seite des jungen Peter Parker (Tobey Maguire) hervor, dem sein Ruhm als Superheld zu Kopf steigt, und der trotz eines guten Herzens auch rachsüchtig und ziemlich gemein sein kann.

    Dabei ist es natürlich nicht allein seine böse Seite, gegen die Spider-Man dieses Mal antreten muss. Getreu dem Hollywood-Gesetz, dass jede Fortsetzung den Teil davor in den Schatten stellen muss, geht es diesmal richtig zur Sache: Schon am Anfang gibt es einen grandiosen Luftkampf mit dem neuen Kobold, der noch stärker und gefährlicher ist als sein Vorgänger aus Teil eins.

    Natürlich ist es Peters einstiger bester Freund Harry Osborn, der das Schurken-Erbe seines Vaters antritt, weil er Spider-Man für dessen Mörder hält. Die Super-Spinne muss es diesmal mit insgesamt drei scheinbar unbesiegbaren Gegnern aufnehmen. Schon deswegen hat der dritte Film noch mehr Action als die beiden anderen - und mit einem Budget von 250 Millionen Dollar (etwa 183 Millionen Euro) soll er auch der teuerste sein.

    Als «Spider-Man 2» vor knapp drei Jahren in die Kinos kam, markierte er zusammen mit mehreren anderen Filmen einen Meilenstein: Computereffekte, die überhaupt nicht mehr von der Realität zu unterscheiden sind. Auch in «Spider-Man 3» sieht alles absolut echt aus, egal ob Autos und Lastwagen durch die Luft fliegen oder sich ein Kran in ein Hochhaus bohrt.

    Der Film geht aber noch einen Schritt weiter und lässt realistisch aussehen, was überhaupt nicht sein kann: Ein Mensch, der aus Sand besteht und seine Form nach Belieben verändern kann. Das ist Sandman, gespielt von «Sideways»-Star Thomas Haden Church: Ein Dieb, der bei der Flucht aus dem Gefängnis in ein Experiment gerät, in dem seine Moleküle mit Sandkörnern vermischt werden. Das macht diesen Mann aus Sand buchstäblich unfassbar - und liefert perfekten Stoff für neue Spezialeffekte. Und wie immer im Universum des großen Comic-Schöpfers Stan Lee ist kein Schurke nur böse, sondern hat auch seine menschliche, tragische Seite.

    Was allen drei Spider-Man-Filmen gut tat, ist der Grundsatz von Regisseur Sam Raimi, trotz aller technischer Möglichkeiten wann immer es geht reale Gegenstände ins Bild zu bringen, statt sich nur auf die Computer zu verlassen. So liegen Peter und seine große Liebe Mary Jane (Kirsten Dunst) am Anfang des neuen Films in einem acht mal zehn Meter großen Spinnen-Netz, das aus echten Seilen geflochten wurde. Jedes der 40 Spider-Man-Kostüme für den Film verschlang 200 Arbeitsstunden. Für die Kulisse einer Baustelle haben 100 Schweißer 20 Tonnen Stahl verbaut, die sieben Kilometer Kabel transportierten genug Strom für 200 Haushalte. Selbst die riesige Faust, die der Sandman bilden kann, wurde 2,4 mal 1,8 Meter groß und 250 Kilogramm schwer aus Kunststoff geformt.

    Diese Gigantomanie zeigt, wie ernst es den Machern des Films damit war, ein in jeder Hinsicht grandioses Kinoerlebnis zu erschaffen. Gewaltige Kampfszenen mussten choreografiert und bis ins Detail mit den Computer-Effekten abgestimmt werden. Dazu mussten neue Figuren in die Handlung eingewoben und die Geschichte von Spider-Man, Mary Jane und seinem einstigen Freund Harry wohl oder übel wenigstens halbwegs abgeschlossen werden. Auch wenn dabei die erzählerische Finesse das eine oder andere Mal bombastischen Spezialeffekten weichen muss - in den 140 Minuten stecken viel Liebe und Professionalität. Und Spaß macht es allemal, mit Spider-Man wieder durch die Häuserschluchten zu fliegen.

    Andrej Sokolow, dpa

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