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  • Kritik: Stolz und Schande der Polizei als ungleiches Duo

    Der eine hat die flinksten Fäuste des Ostens, der andere die größte Klappe des Westens. Zusammen sind sie ein Chaos-Paar, das überall nur Trümmer hinterläßt.

    In dem Film "Rush Hour" ist Regisseur Brett Ratner eine Kombination aus fernöstlicher Kampfkunst und spritzig-kalkuliertem Humor Marke Hollywood gelungen. Die explosive Action-Komödie, die am 25. März in den deutschen Kinos anläuft, erzählt die Geschichte der beiden ungleichen Polizisten Lee und James Carter sowie ihren unkonventionellen Ermittlungsmethoden.

    Lee, gespielt von Action-Spezialist Jackie Chan, ist der Stolz der Hongkonger Polizei. Sein väterlicher Freund, Konsul Han, bittet ihn um Hilfe: Lee soll so schnell wie möglich nach Los Angeles kommen, da die kleine Tochter des Konsuls mitten in der 'Rush Hour' entführt wurde. Die Sache hat nur einen Haken. Das FBI will den Cop aus Hongkong nicht in die Ermittlungen einbeziehen und beauftragt den quirligen Gernegroß Carter, dargestellt von Chris Tucker, als "Kindermädchen" für den chinesischen Inspektor zu fungieren. Der schwarze Großstadt-Polizist mit der großen Klappe hat jedoch alle Mühe, den gewandten und pfiffigen Asiaten von den Ermittlungen fernzuhalten.

    Carter haftet der Ruf eines Versagers an. Er ist die Schande der Polizei von Los Angeles. An Selbstbewußtsein mangelt es dem ständig coole Sprüche klopfenden Gesetzeshüter dennoch nicht. Er beschließt, aus seinem undankbaren Job das Beste zu machen. Den Fall will er nun im Alleingang lösen und seinen Kollegen beweisen, daß er ein wahrer Super-Cop ist. Sicher, so hofft Carter, kann er dann einen prestigeträchtigen Job bei der Bundespolizei abstauben.

    Doch das Energiebündel hat seine Rechnung ohne Lee gemacht. Carter muß zugeben, daß der Asiate an seiner Seite alles andere als der sprach- und ahnungslose Polizist ist, den er am Flughafen abgeholt hat. Lee entpuppt sich als cleverer, flinker, durchaus amüsanter Partner und brillanter Kenner der Hongkonger Unterwelt. Und genau die scheint hinter der Entführung der Konsulstochter Soo Yung zu stecken. Das explosive Duo verfolgt den scheinbar übermächtigen Gangsterboß Juntao, der vom Konsul ein Lösegeld von 70 Millionen Dollar kassieren will.

    Die teilweise guten Action-Szenen und coolen Sprüche können aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß der Film nach dem üblichen Muster gestrickt ist und keine Innovationen bietet. So sind die beiden ihren Kollegen vom FBI immer um einen Schritt voraus und natürlich entreißen sie den Entführern das Mädchen. Action-Fans dürfte kaum stören, daß die Befreiungsaktion eher plump ist und an der Realität vorbeigeht.

    Schließlich bietet "Rush Hour" jede Menge guter Stunts, was vor allem ein Verdienst von Asiens Idol Jackie Chan ist. In Eddy-Murphy-Manier hangelt sich Chris Tucker sprücheklopfend durch alle kniffeligen Situationen und gibt dem Film den nötigen Schuß Humor. Witzig ist auch der Abspann, der mißglückte Action-Szenen oder Versprecher der beiden Filmhelden zeigt.

    Susann Huster, AP

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