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  • Kritik: Stark und verletzlich in "Fletchers Visionen" - Kinostart: 6. November

    London (dpa) - Jerry Fletchers Wohnung in Manhattan ist eine abgeriegelte Festung aus Stahl, in der noch die Kaffeedose mit einem Zahlenschloß gesichert ist. Er leidet nämlich an Verfolgungswahn und befürchtet überall Hinterhalte. Wenn er nicht Taxi fährt, arbeitet er manisch an einem Rundschreiben: "Verschwörungstheorien". Eigentlich fürchtet er sich vor einer Vergangenheit, an die er sich nicht erinnern kann. Wie tief diese Angst sitzt, stellt ausgerechnet ein in Heldenrollen vertrauter Star dar: Mel Gibson ringt in "Fletchers Visionen" um die Wahrheit.

    Regisseur Richard Donner ist sich sicher, für den Thriller um einen scheinbar paranoiden Taxifahrer in Gibson den richtigen Mann gefunden zu haben. "Mel hat die einzigartige Fähigkeit, stark und verletzlich zugleich zu sein", sagte Donner ("Das Omen") bei Interviews in London. "Und er hat dazu Humor. Hätte ich Robert de Niro genommen, wäre der Film ganz anders geworden." Genau diese drei Eigenschaften Gibsons sind es, die den Action-Film ins Rollen bringen und die Spannung ausmachen: Fletcher wehrt fintenreich und witzig Attacken auf sein Leben ab. Ist aber ganz der Weiche in seiner Liebe für eine Rechtsanwältin (Julia Roberts).

    In dem wie ein Moloch fotografierten New York wird Fletcher von der Vergangenheit eingeholt, nachdem bei ihm immer wieder Erinnerungen zusammenhanglos aufgeflackert waren. Er sucht Hilfe bei der Juristin Alice Sutton, die mit der Aufklärung des Mordes an ihrem Vater eine eigene Obsession pflegt. Der Böse ist ein Psychiater des Geheimdienstes CIA

    ("Star Trek"-Kapitän Patrick Stewart), der alle Gewalt auffährt, um Fletcher am Ausplaudern zu hindern. Wie er den mit Wahrheitsdrogen vollgepumpten Fletcher foltert, ist technisch und inhaltlich die stärkste Sequenz des Filmes.

    Ohne Vorbereitung, dafür "mit Vorstellungskraft", so der 41jährige Gibson, habe er den Verwirrten gespielt. Daß es sich um einen "eher unüblichen Charakter" handelte, war ihm wichtig. Zudem kann der australische Schauspieler und "Oscar"-preisgekrönte Regisseur die Verfolgungsängste mancher Leute gut nachempfinden: "Ich weiß, wie es ist, Wahnvorstellungen zu haben." Er sei schon von Unbekannten gejagt worden, etwa bei hoher Geschwindigkeit auf Autobahnen. "Morddrohungen von irgendwelchen Idioten" habe er auch erhalten. Das Thema Verschwörungstheorien mache nachdenklich.

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