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  • Kritik: Spritzige College-Komödie über Geld- und Herzensnöte

    Paul ist ein netter Junge vom Land, der ein Stipendium fürs College in New York erhält. Sein Vater gibt ihm den Rat, sich stets für andere Leute zu interessieren, denn "interessiert ist interessant".

    Doch der arme Paul folgt diesem Tipp umsonst: Die coolen Studenten der Großstadt ignorieren und verlachen ihn bloß. Die Zimmergenossen im Wohnheim feiern wilde Partys, Wasser tropft auf sein Bett, und Paul wird sein Stipendium verlieren, wenn er nicht lernt. Die smarten Jungs tricksen ihn aus seiner Bleibe, und Paul muss sein Quartier in der Abstellkammer einer Tierklinik aufschlagen.

    Die rasante Komödie "Loser - Auch Verlierer haben Glück", die das alles zeigt, kommt am 26. Oktober in die Kinos. Ähnlich wie Paul (Jason Biggs) muss auch seine Kommilitonin Dora (Mena Suvari) ums nackte Überleben an der Uni kämpfen: Sie sucht eine Wohnung und braucht dringend einen der miserablen Jobs, die in der Zeitung angeboten werden, um die Studiengebühren zu zahlen. Sie ist heimlich mit dem attraktiven, messerscharfe Sprüche klopfenden Professor Alcott (Greg Kinnear) liiert. Als sie Pauls Einladung zu einem Rockkonzert annimmt, schwebt dieser zum ersten Mal gefühlsmäßig über den Wolkenkratzern der Stadt.

    Doch Dora versackt im Drogenrausch auf einer Party in der Tierklinik, zu der die Jungs aus dem Wohnheim Paul beschwatzen konnten. Paul muss sich um die hilflose Dora kümmern, in die er sich verliebt. Dora sieht in ihm nur einen netten Freund und zieht glücklich zu Professor Alcott, als der sich endlich dazu herablässt, sie aufzunehmen. Alcott entpuppt sich privat als pedantisches Ekel. Paul muss sich allmählich von seinen falschen Freunden distanzieren, und Dora erkennt eines Tages auch, wer sie wirklich mag.

    Die New Yorkerin Amy Heckerling führt in "Loser" nicht nur Regie, sie schrieb auch das Drehbuch und produzierte den Film mit. Auf Grund eigener Studienerfahrungen wollte sie "eine Geschichte über die Leute erzählen, die kein Geld für all die schicken neuen Sachen haben und die nicht so recht dazu passen - solche Typen, die eben nicht auf die hippen Partys eingeladen werden." Es ist schon hart, wie Paul von Ellenbogen-Typen herumgeschubst wird. Oder wie Dora ihren Job in einer Bar verliert, den letzten Zug nach Hause verpasst, mit ihrem Studienhilfe-Gesuch an einem betonköpfigen Sachbearbeiter abprallt.

    Darsteller Greg Kinnear sagt über Pauls und Doras Erfahrungen: "Ich denke, es gibt Augenblicke im Leben von jedem von uns, wo nichts, was man tut, richtig ist und man einfach nicht dazugehört." Für Paul, der den angesagten Spaßfaktor nicht beherrscht, wendet sich das Blatt, als er sich wegen seiner Gutmütigkeit nicht mehr zum Deppen stempeln lässt. Die witzigen Dialoge erinnern angenehm an die eigene Teenager-Zeit und lassen das Schwere darin leicht erscheinen. Das Gute setzt sich durch, trotz aller realistischen Widrigkeiten und Pubertätsnöte. Diese werden als so komisch entlarvt, dass man dabei oft laut loslachen muss.

    Bianka Piringer, AP

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